Eckartschrift 156: Bedrohtes deutsches Volkstum

Ernst Kosmath: Bedrohtes deutsches Volkstum. Eckartschrift 156, 102 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten. € 6,90

Der Verfasser dieser Eckartschrift ist bedauerlicherweise kurz vor Vollendung der Schrift verstorben. Er hatte mehrere Reisen durchgeführt, deren Erfahrungen in der Eckartschrift geschildert werden; weitere Fahrten waren noch geplant, über die er ebenso berichten wollte. Seine mitunter sehr persönlich gefärbten Einschätzungen, die nicht immer mit denen anderer Reisender oder der Österreichischen Landsmannschaft übereinstimmen, wurden nicht verändert, da eine klärende Aussprache mit dem Verfasser leider nicht mehr möglich war.

In seinem einleitenden Vorwort bestimmte der Bearbeiter zuerst den Begriff „Ost-Deutschland“ eindeutig, da die Bezeichnung „Ost-Deutschland“ seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges – bewusst oder unbewusst – meist falsch verwendet wurde. Unter dem Einfluss der alliierten Umerziehung und in Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik Deutschland um die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als deutsche Ost- bzw. polnische Westgrenze wurde die Bezeichnung Ost- Deutschland immer häufiger auf die „DDR“ angewandt. Trotz des offiziellen Verzichts auf die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße – immerhin mehr als ein Drittel deutschen Bodens – durch westdeutsche Regierungen ist und bleibt Ost-Deutschland aber – nicht zuletzt aus kulturhistorischen Gründen! – das Gebiet jenseits von Oder und Neiße sowie auch das Sudetenland. In diesem Sinne wird es auch in dieser Schrift verwendet.

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Eckartschrift 155: FrauenLeben

Wiener akdaemische Mädelschaft Freya: FrauenLeben. Eckartschrift 155, 100 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 6,90

Die Eckartschrift ist aus mehreren Gründen eine Besonderheit. Einmal, weil endlich das interessante und wichtige Frauenthema, das bisher aus unerfindlichen Gründen fast ausschließlich überwiegend weltfremden Klassentheoretiker(inne)n überlassen war, nunmehr aus nationalkonservativer Sicht behandelt wird. Sodann, weil die Verfasserinnen der akademischen Mädelschaft Freya angehören, also Frauen sind, die als Studentinnen, als berufstätige Akademikerinnen und Mütter mit beiden Beinen im Leben stehen und daher vieles zu sagen haben, was längst fällig war und dem derzeit vorherrschenden linken Zeitgeist ganz und gar nicht entspricht.

Die Arbeit ist in fünf größere Abschnitte gegliedert. Der erste, „Frauenbilder“ genannt, bietet eine geschichtliche Darstellung fraulichen Lebens vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart, wobei auch die sogenannte Quotenfrau, die Doppelbelastung vieler Frauen durch Beruf und Familie sowie das Frauenbild in der christlichen Kirche behandelt werden. Der zweite arbeitet in aller gebotenen Kürze die Geschichte der Frauenrechtsbewegung auf, würdigt vor allem auch die vielfach bis heute zu wenig oder gar nicht beachteten Leistungen von Frauen während der beiden großen Weltkriege im 20. Jahrhundert und v. a. auch danach. Im dritten Abschnitt wird die Problematik des Frauenstudiums anders als bisher beleuchtet. Im vierten werden „Herausragende Frauengestalten in der Geschichte“ vorgestellt. Wobei neben sehr bekannten Frauen wie Hildegard von Bingen, Clara Schumann und Hanna Reitsch einige gewürdigt werden, die bisher in der Öffentlichkeit (zu) wenig beachtet wurden wie Hedwig Heyl, die sich als Fabrikantin – schon vor dem Ersten Weltkrieg! – für die Bedürfnisse der Arbeiterfrauen im Betrieb ihres Mannes einsetzte. Oder auch Dr. Elisabeth Schragmüller, die auf nachrichtendienstlicher Ebene im Ersten Weltkrieg als Soldatin eingesetzt war, zum Oberleutnant befördert und schließlich für ihre Leistungen mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. Von Dr. Maria Schneider, die in den 30er Jahren als jüngste Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat im Bereich „Soziales“ tätig war, wird berichtet; ihre Arbeit im Parlament und als Vorsitzende des „Reichsverbandes deutscher Frauenvereine in Österreich“ bewirkte den Durchbruch der Frauen als Politikerinnen. Von 1952 an war Dr. Schneider Vorstandsmitglied der Österreichischen Landsmannschaft. Der fünfte Teil bietet Ausblicke auf die Zukunft und analysiert Möglichkeiten, wie es weitergehen könne und solle. Ergänzt wird die Schrift durch gut ausgewählte Zitate und viele, teilweise unbekannte Bilder.

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Eckartschrift 154: Deutsche in den Südwestalpen

Rolf Marti: Deutsche in den Südwestalpen. Eckartschrift 154, 104 Seiten, zahlreiche Karten und Abbildungen. € 6,90

Selbst vielen, die sich für die Geschichte und die Schicksale deutscher Minderheiten am Rande des geschlossenen deutschen Sprach- und Kulturraumes interessieren, ist weitgehend unbekannt, dass es im französisch-italienisch-schweizerischen Grenzgebiet um den Mont Blanc (dt. Weißberg) und den Monte Rosa (Gletscherberg) bewundernswert zählebige deutsche Minderheiten und Sprachinseln gab und gibt. Wie unbekannt solche, dem deutschen Kernland naheliegenden Gebiete in der Mitte Europas sein können, zeigt die vorliegende Schrift über die deutschen Siedlungsgebiete in den Südwestalpen. Wie übel diesen Deutschen schon im 19. Jahrhundert von Seiten Italien im Zuge des Risorgimento und auch in späterer Zeit – insbesondere während der faschistischen Ära – mitgespielt wurde, beweist der Verfasser, Rolf Marti, ein anerkannter Fachmann auf dem Gebiet deutscher Minderheiten im Schweizer Grenzgebiet, mit Hilfe zahlreicher, unbezweifelbarer Belege.

Mit Absicht wurden einige landestypische Bezeichnungen wie z. B. Alp(e) für Alm, Matte für Futterwiese oder Gaden (Mehrzahl Gäden) für Häuser mit nur einem Zimmer oder Stockwerk beibehalten, um ein wenig die Eigenheiten dieser Gegend zu zeigen. Rolf Martis kundige Darstellung des grenzlanddeutschen Siedlungsgebietes im Augst(=Aosta)tal, im Wallis, in Piemont und im Tessin, mit prächtigen Bildern versehen, regt auch zu einem Besuch dieses interessanten und landschaftlich überaus reizvollen Gebietes an.

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Eckartschrift 153: Der Deutsche Schulverein. Beiträge zum 120. Gründungstag (13. Mai 1880)

Norbert Prohaska: Der Deutsche Schulverein. Beiträge zum 120. Gründungstag (13. Mai 1880). Eckartschrift 153, 32 Seiten Text, zahlreiche Abbildungen, 15 Farbdrucke von alten Bildpostkarten. € 6,90

Vor 120 Jahren wurde in Wien der Deutsche Schulverein gegründet – eine Bürgerinitiative zum Schutz der bedrängten deutschen Volksgruppen und Sprachinseln an den Grenzen der Österrei­chisch-Ungarischen Monarchie. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich 100.000 Mitglieder aus allen Ständen, Berufen und Parteien in bis zu 3000 Ortsgruppen und gaben durch Spenden oder Legate oder durch den Kauf von Werbemitteln dem Deutschen Schulverein die Möglichkeit, hunderte Schulen, Kinder­gärten und Bibliotheken bauen zu lassen in Gemeinden, in denen dies aus eigener Kraft nicht möglich war. Bekannte Persönlichkeiten im Deutschen Schulverein aus allen drei großen politischen Lagern waren Dr. Victor Adler (jüdischer Armenarzt aus Prag, Burschenschafter, Gründer der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und der Arbeiterzeitung sowie den Anschluss befür­wortender Staatssekretär des Äußeren im November 1918), Univ.-Prof. Dr. Gustav Groß (Obmann von 1905 bis 1932; als Großdeutscher 1919/18 letzter Präsident des Österreichischen Reichsrates), Dr. Michael Hainisch (parteifreier Bundespräsident von 1920 bis 1928), Dr. Karl Lueger (christlich-sozialer Volksbürgermeister von Wien), Engelbert Pernerstorfer (Jugendfreund Adlers, Reichsratsab­geordneter, ab 1896 sozialdemokratisch, 1907-1918 Vizepräsident des Reichsrates) sowie Dr. Moriz Weitlof (Landtagsabgeordneter, Obmann von 1880 bis 1905).

Bis 1914 hatte der Deutsche Schulverein 152 eigene Bauten für Schulen und Kindergärten errichtet und 410 Bauunterstützungen gewährt, 80 Lehrer und 100 Kindergärtnerinnen standen in seinem Dienst, darunter die besonders geschätzten Wanderlehrer.

Dies wird in diesem Band deutlich dargestellt; die Zeit in Österreich um 1880 wird beleuchtet und auch der rasante Aufstieg der (Bild-)Postkarte zum Massenkommunikationsmittel beschrieben. Zahlreiche Abbildungen von Werbemitteln des Deutschen Schulvereins und der Nachdruck von 15 farbigen Schulvereinskarten sowie Kurzbeschreibungen der wichtigsten Künstler ergänzen den Band.

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