Eckartschrift 31: Saint Germain

Taras Borodajkewycz: Saint Germain. Diktat gegen Selbstbestimmung. Eckartschrift 31, 47 Seiten.

Der in diesem Jahr verstorbene erste Preisträger der Deutschlandstiftung, Bernt von Heiseler, legt hier in Gesprächsform dar, dass das Unrecht von Versailles nicht allein in verfehlten machtpolitischen Entscheidungen von verhängnisvoller Tragweite bestanden habe, sondern auch und noch mehr darin, dass es „als Strafe für eine erfundene deutsche Kriegsschuld hingestellt wurde“. Durch Versailles sei in unserem Jahrhundert der Weg bereitet worden „für Demagogie und für den Glauben an eine um kein Recht mehr be­kümmerte Gewalt“.

Bei der Behandlung des Themas St. Germain stellt Borodajkewycz die Grundsätze und Forderungen des Selbstbestimmungsrechtes der Völker der historisch-politischen Wirklichkeit der zerschlagenen Donaumonarchie gegenüber. Er berichtet dann über die Vollstreckung der Friedensbedingungen und zitiert die zeitgenössischen Urteile über diese Katastrophe für Österreich wie für Europa.

Eine übersichtliche Zeittafel macht im Anhang die Ereignisse und Folgen von Versailles und St. Germain zusammenfassend anschaulich.

Eckartschrift 30: Versailles

Bernt von Heiseler: Versailles. Gespräch mit einem Unfrieden. Eckartschrift 30, 23 Seiten mit zwei Karten.

Die Eckartschrift behandelt die seeli­schen und sittlichen Folgen des Versailler Diktats. Die beige­gebenen Karten und die Zeittafel, nichtsdestoweniger genau, dienen nur der sachlichen Erinnerung. Aus christlich-abendländischer Sicht wird Versailles als der heute noch nachwirkende Beginn des politisch-moralischen Verfalls gebrandmarkt, der Europa an den Rand des Unterganges gebracht hat. Westliche Demokraten führten ihre Kriege nicht als Feldzüge, sondern als Kreuzzüge. Ihre Hauptwaffe sei die Propaganda, schreibt v. Heiseler treffend.