Die Slowakei stellt Äußerungen über die Beneš-Dekrete nunmehr unter Strafe. Obmann Mag. Erich Danneberg zum neuen Gesetz:
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sollte genügend Zeit vergangen sein, um offen und gemeinsam über die Vergangenheit zu sprechen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Dazu gehört es, historisches Unrecht auch klar als solches zu benennen.
Die heutige europäische Geschichtsschreibung und Rechtswissenschaft ist sich einig, dass die Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen die größte ethnische Säuberung der jüngeren Geschichte darstellt. Wenn nun – wie aktuell in der Slowakei – auch die Vertreibung der rund 100.000 Ungarn nicht mehr kritisch thematisiert werden darf, ist das ein bedenklicher Rückschritt in dunkle Zeiten.
Es schmerzt uns, dass die Slowakei, die ansonsten für einen respektvollen Umgang mit ihren nationalen Minderheiten bekannt ist, mit solchen Maßnahmen ein höchst fragwürdiges Zeichen setzt. Wir hoffen, daß diese absurde Aktion bald wieder anulliert wird.
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