Eckartschrift 195: Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache

Eduard Huber: Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache. Eckartschrift 195, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Karten. € 8,20

Wenn jemand heutzutage in der Welt der Wissenschaften Gehör finden will, muß er in amerikanischen Zeitschriften veröffentlichen, natürlich auf englisch. Das sah früher ganz anders aus; denn Deutsch war seit dem 19. Jahrhundert die führende Sprache der Philo­sophie und der Wissenschaften. Bis ins 17., 18. Jahrhundert hinein hatte Latein diese Stellung, bevor es von neueren Sprachen abgelöst wurde, vor allem vom Deutschen. Um 1800 gab es  Gebildete, die aus einem einzigen Grund Deutsch lernten: um Kant zu stu­dieren. Später lasen sie Schelling und Hegel, dann Nietzsche und Schopenhauer, schließ­lich auch Marx und Engels. Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften war die Lage nicht so eindeutig; fast alles, was moderne Physik im engeren Sinn ausmacht, ist in deutscher Sprache beschrieben und veröffentlicht worden: die Quantentheorie von Planck (1900), die Relativitätstheorie von Einstein (1905), die Formulierung der Quantenmechanik durch Heisenberg (1925) und vieles ander.

Wie ist es nun möglich, daß wir jetzt eine Sprache gebrauchen, bei der sich Goethe und Schiller und alle Großen unseres Volkes im Grab umdrehen müßten? Unsere Sprache will gepflegt werden, und das erfordert eine gewisse Anstrengung. ― Dazu aufzurufen und zu ermuntern ist der Hauptzweck diese kleine Schrift.

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Eckartschrift 194: Andreas Hofer – Sein Erbe – 200 Jahre später

Andreas Raffeiner, Sven Knoll, Martin Sendor: Andreas Hofer. Sein Erbe – 200 Jahre später. Eckartschrift 194, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 8,20

200 Jahre nach dem Tiroler Frei­heits­kampf wid­met sich die Eckartschriftenreihe dem größten Tiroler Helden: Andreas Hofer. Ein Abriss über den geschicht­lichen Bogen vom Ersten Koalitions­krieg 1796/97 bis zur Tiroler Wiedergeburt 1813/15, eine Beschreibung des Sandwirts sowie seine Bedeutung im Geschichtsbewusstsein zweier Jahr­hunderte zeichnen das Andreas-Hofer-Bild von damals bis heute. So bleibt der Sandwirt aus Passeier, auch 200 Jahre danach, der „größte Tiroler aller Zeiten.“ Größer als er wird nur einer sein, der die Landeseinheit Tirols wiederherstellt.

1919 wurde das Land Südtirol am Brennerpass, am Reschenpass und in Winnebach von Österreich abgetrennt. Die Schrift zeigt auf, dass die Tiroler Landeseinheit in einem „vereinten Europa von heute“ keinesfalls eine Unmög­lichkeit ist, obwohl die zwei Tiroler Landesteile seit 90 Jahren hilflos im Weltmeer der Geschichte umhertreiben. Diese Ausführungen können sich die Politiker in Innsbruck, Bozen und Wien zu Herzen nehmen.

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Lesen Sie aus der Eckartschrift:

„Welch ein Mann!“ – Andreas Hofer im Geschichtsbewußtsein zweier Jahrhunderte. Dieser Beitrag wurde in der Eckartschrift 194 (2009) veröffentlicht.

Das Hofer-Bild vor seiner Hinrichtung
Von Hofers Tod bis zur Wiederherstellung Tirols 1814
Restauration und Vormärz
1848
Neoabsolutismus und Kulturkampf
Staatliche Hofer-Verehrung
Stürmische Zwischenkriegszeit
Nach 1945: moderne Zeitlosigkeit

Welch ein Mann dieser Andreas Hofer! Ein Bauer wird Feldherr, und was für einer! Seine Waffe – Gebet; sein Bundesgenosse – Gott. Er kämpft mit gebeugten Knien und schlägt wie mit dem Flammenschwert des Cherubs. Und dieses treue Schweizervolk [1] … Ein Kind an Gemüt, kämpft es wie die Titanen mit Felsstücken, die es von seinen Bergen niederrollt. Ganz wie in Spanien! Gott, wenn die Zeit der Jungfrau [2] wiederkäme und wenn der Feind, der böse Feind doch endlich überwunden wäre …

Andreas Hofer                              (Ölgemälde: Franz von Defregger)
Andreas Hofer (Ölgemälde: Franz von Defregger)

Diese Worte brachte Königin Luise von Preußen im September 1809 im fernen Königsberg kurz nach der dritten Bergisel-Schlacht zu Papier. Hofers Persönlichkeit, sein starker Charakter und natürlich seine militärisch-politischen Taten führten schon früh zu breiter Verehrung. Selbst seine schärfsten Kritiker mußten seine Redlichkeit und Integrität anerkennen. Der Sandwirt besaß ohne Zweifel erhebliche Führungsqualitäten, wußte seine Landsleute zu entflammen, ihnen Zuversicht und Hoffnung zu schenken und sie in seine Entscheidungen einzubinden. Vor allem vereinten sich in ihm die beiden Komponenten, aus denen Volkshelden gemacht sind. Er war ein Mann aus dem Volk von einer überdurchschnittlichen Volkstümlichkeit, und er wurde allgemein als Held angesehen. Seine Tapferkeit und ebenso seine Fürsorge für seine Männer, für die Frauen und Kriegswaisen und allgemein für seine bedürftigen Landsleute umgaben ihn bald mit einer besonderen Aura. Es sind keine Kriegsgreuel bekannt, die auf ihn zurückgehen, vielmehr verhinderte er Ausschreitungen seiner siegreichen Tiroler gegen tatsächliche oder vermeintliche Feinde. Seine militärischen, aber auch Read more

Eckartschrift 193: Klimawandel – Dichtung und Wahrheit

Winfried Schuberth: Klimawandel – Dichtung und Wahrheit. Eckartschrift 193, 112 Seiten, viele Abbildungen. € 8,20

Die Eckartschrift behandelt alle drei Aspekte eines heißen Themas:

  • den psychologischen: Wie gelang es einigen wenigen Menschen Mil­lionen andere so zu ängstigen, dass sie nahezu willenlos alles auf sich nehmen, um eine Sache zu retten, die gar nicht gerettet werden muss, weil sie nicht in Gefahr ist? Es vergeht ja kein Tag, an welchem nicht wenig­stens einmal mit einer Horrormeldung über irgendein Wetter-Ereignis, über den Rückgang von Gletschern und das Abtauen der Polkappen, über zu wenig Regen und dann wieder über zu viel Niederschlag berichtet wird.
  • den wirtschaftlichen: Wer gewinnt, wer verliert?
  • den streng naturwissenschaftlichen: Wie weit wird das Klima tatsächlich vom anthropogenen CO2-Ausstoß beeinflusst und mit welcher Wahrscheinlichkeit führt dies zu einer die Menschheit bedrohenden Klimakatastrophe, wenn die anthropogenen CO2-Emissionen in der bisherigen Weise fortgesetzt werden.

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Eckartschrift 192: Joseph Haydn

Alexander Blechinger: Joseph Haydn. Eckartschrift 192, 112 Seiten, viele Abbildungen. € 8,20

Aus bäuerlichen Wurzeln entstammend geht ein Bub seinen langen, immer erfolgreicheren Weg nach obenzu höchstem künstlerischen Ruhm und in die musikalische Ewigkeit. In bescheidenen Verhältnisse geboren, findet er den Weg zur Musik. Wegen seiner schönen Stimme ist er bald Sängerknabe in Wien zu St. Stephan, er kommt erst mit 18 Jahren in den Stimmbruch und wird deswegen über Nacht obdachlos. Doch dann beginnt sein langsamer aber stetiger Aufstieg.
Auch hinter die Kulissen blickt die Eckartschrift; sie berichtet, wie Haydn komponiert, wie er es mit Verlegern und anderen Zeitgenossen hält und wie diese mit ihm umgehen. Und wir erfahren von Haydns Beziehung zu Frauen und Fürsten sowie zu Mozart und Beethoven und zu seinen Anhängern in England. Schließlich wird gezeigt: Was hat uns der Schöpfer der wunderbaren deutschen Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ sowie des unvergleichlichen Kaiserliedes heute noch zu sagen? Warum wurden seine italienischen Opern vergessen? Dies und vieles andere mehr lesen Sie in dieser
Eckartschrift.

Der Verfasser Alexander Blechinger ist selbst ein erfolgreicher Tonschöpfer, Sänger und Dirigent aus Wien; er komponiert Werke, die harmonisch und neu klingen.

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Eckartschrift 191: Friedrich Ludwig Jahn. Vorbild und Vordenker

Werner Pfannhauser (Hrsg.): Friedrich Ludwig Jahn. Vorbild und Vordenker. Zum Geburtstag vor 230 Jahren. Mit Beiträgen von Bruno Burchhart, Karl Katary, Hansgeorg Kling, Wolfgang Viernstein. Eckartschrift 191, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,80

Jahrzehntelang war Jahn „nur“ der Turnvater, der „Alte im Barte“, der würdige Greis. Dies war bedingt durch die hohe Wertschätzung des Alters und vernachlässigte den jungen, ideensprühenden, revolutionären und sicher manchmal auch unbequemen-ruppigen Jahn. Als Schöpfer des Turnens – diesen Begriff schuf er in Anlehnung an die ritterlichen Turniere – gehört Jahn heute zum Gemeingut eines großen Teils der Menschheit. Aus Anlaß des Geburtstages des „Turnvaters“ vor 230 Jahren werden sein Wirken, sein Werk und Wollen klar und kritisch dargestellt, zum anderen wird die Vorbildwirkung dieses Vordenkers und seine von zeitbedingten Umständen befreite zeitlose Bedeutung für die Gegenwart unseres Volkes und der Turnbewegung herausgearbeitet. Das Bewußtsein der Gemeinschaft des Volkes und die Freiheit des Volkes waren sein Ziel. Gemeinschaft statt widerstrebender Gruppierungen, Freiheit statt Einschränkung der Meinungsfreiheit und Fremdbestimmung durch politisch oder wirtschaftlich Mächtige – das sind auch und gerade heute Aufgaben, denen wir uns stellen müssen. So modern sind Jahns Gedanken!

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