Eckartschrift 170: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute

Götz Eberbach: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute. Eckartschrift 170, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen, zwei Farblandkarten, Dokumente. € 7,40

Das hier vorliegende Buch ist die zweite Auflage einer gut verständlichen Arbeit über Geschichte und Gegenwart dieser deutschen Volksgruppe, die wie wohl keine andere noch bis heute unter den Folgen des Weltkrieges zu leiden hat. Entrechtet und deportiert suchen die Russlanddeutschen in der alten Heimat eine neue Heimat und stoßen dabei oft auf Ablehnung – seltsamerweise oft gerade bei denjenigen Kreisen, die eine „multikulturelle Gesellschaft“ für erstrebenswert halten. In Russland als die „Deutschen“, die „Fritzen“ und oft auch die „Faschisten“, die „Verräter“ (die sie nie waren) beschimpft, gelten sie in Deutschland als die „Russen“.

Der Verfasser, der seit zehn Jahren mit Russlanddeutschen arbeitet, erzählt dem Leser die Geschichte dieser Volksgruppe und weckt Verständnis dafür, dass Menschen, die oft kein oder nur wenig Deutsch sprechen, trotzdem als Deutsche gelten wollen und auch als Deutsche anerkannt werden sollten. Er zeigt und erklärt, warum diese Menschen – gerade um ihr Deutschtum zu erhalten – nach Deutschland zurückkehren wollen. Er möchte aber auch den Russlanddeutschen helfen, die neue (alte) Heimat zu verstehen, damit sie in ihr bestehen können.

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Eckartschrift 169: Zerbrechliche Kostbarkeiten. Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien

Anneliese Olbrich: Zerbrechliche Kostbarkeiten. Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien. Eckartschrift 169, 32 Seiten mit zahlreichen Farb- und SW-Abbildungen, eine Karte. € 4,–

Diesem Band liegt zu Grunde der hervorragende Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kloster­neuburger Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum; die sachkundige Autorin, seit Jahrzehnten „Seele“ des Heimatmuseums, berichtet über den Werkstoff Glas im Spiegel der Zeit, über seine Entwicklung und den Handel in ihrer sudetendeutschen Heimat sowie von der dortigen, fast ebenso berühmten Porzellankunst.

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Eckartschrift 168: Österreichische Agrarpolitik im Wandel

Gerhard Poschacher: Österreichische Agrarpolitik im Wandel. Eckartschrift 168, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,40

Es mutet wie ein Widerspruch in sich an, dass dieser wohl wichtigste Bereich für das Leben bei uns in den vergangenen Jahrzehnten in seinem wirtschaftlichen Anteil am meisten zurückgegangen ist. Tag für Tag brauchen wir Erzeugnisse der Landwirtschaft; auf vieles kann der Mensch verzichten – auf Lebensmittel jedoch nicht! Es sind aber nicht nur Nahrungsmittel, die uns der Bauer gibt, auch die Pflege unserer Landschaft und der Umwelt ist zu wesentlichen Teilen in seinen Händen. Damit trägt der Landwirt auch zum Bild der Natur unserer Heimat und zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt bei.

Es ist ein weitgespannter Bogen, von der Nachkriegszeit mit dem Wiederaufbau einer tragfähigen Landwirtschaft bis zur „Gemeinsamen Agrarpolitik“ der EU, den Poschacher beschreibt. Politisch dominierend war stets der ÖVP-Bauernbund – bis auf die Jahre 1970 bis 1986 unter Landwirtschaftsministern der SPÖ. Die Aufgaben des Landwirtes werden vielfältig sein. Er wird als Land- bzw. Energie-, Lebens-, Schöpfungs- und Umwelt- bzw. Wertewirt für unsere Gesellschaft weiterhin unersetzbar sein.

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Bücher, die sie gelesen haben müssen

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Dietmar Grieser

Der Onkel aus Preßburg.

Auf österreichischen Spuren durch die Slowakei.

Wien 2009, 272 Seiten mit vielen s/w Bildern. € 19,95.

Es ist  d i e Ergänzung zum berühmten „Blauen Buch“ über die Slowakei von Hochberger. Über Menschen, Orte, Geschichte(rln), Zusammenhänge direkt unglaublicher Vielfalt wird berichtet, konzentriert auf 20 Orte, in 31 sehr gut lesbaren Beiträgen. Es ist eines der seltenen Bücher für „Anfänger“ wie für sehr Fortgeschrittene. Dabei hält sich der Verfasser an den tatsächlichen Geschichtsverlauf. So werden auch die „menschenverachtenden Beneš-Dekrete“ mehrmals richtig in Erinnerung gerufen, z. B. auf S. 237 beim Lebenslauf des jetzigen r. k. Diözesan-Bischofs Ludwig Schwarz, gebürtig und vertrieben aus Bruck an der Donau. Er ist übrigens mindestens einmal im Jahr in seinem Heimatort, feiert dort die Messe gemeinsam mit Vertriebenen und Verbliebenen.

So gibt es eine fast unglaubliche Fülle von Einzelheiten, sehr lesensleicht dargebracht:

S(amuel) Fischer etwa aus Liptau St. Nikolaus/jetzt Liptovsky Mikulas, mit Stausee und doch noch einer Holzkirche (s. vor Ort bzw. Hochberger), und dem Liptauer, jedem Wiener Heurigen-Besucher vertraut; ja, es ist der bekannten S. Fischer-Verlag.

Oder Maler Anton Lehmden aus Cabaj nahe Neutra/Nitra: S. 200 ff. Er erreicht auf sehr abenteuerlichem Weg im Herbst 1945 Wien, bewirbt sich, wird aufgenommen – und macht ebenfalls Weltkarriere! Vom Tornisterkind Theodor Körner, dem späteren General, Wiener Bürgermeister und Bundespräsident, gebürtig aus Komorn an der Donau – einst eine der größten Festungen Österreich-Ungarns, für rund 200.000 Mann, später u. a. eines der größten Waffenlager der Sowjetischen Armee – auf den S. 224 ff. wimmelt es nur so von weiteren Überraschungen. Insgesamt also ein Buch für sehr viele, vom Verlag würdig betreut. W.St.

Rolf Kosiek

Die Machtübernahme der 68er. Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen.

7. aktualisierte und ergänzte Auflage 2009, 389 Seiten, 122 Abb., € 20,40

Ein Buch, das seit mehr als einem Jahrzehnt vergriffen war. Die so harmlos klingende Benennung „Frankfurter Schule“, die eine Lehre für eine umwälzende Politik zwecks gesellschaftszersetzender Anweisungen liefert, soll hiermit den Lesern nahe gebracht werden.

Sie wurde 1923 von Pollok und Horkheimer als unscheinbares „Institut für Sozialforschung“ an der Frankfurter Universität gegründet. An der Staat und Gesellschaft zerstörenden Lehre arbeiteten weitere Soziologen, Philosophen, Politologen, Psychoanalytiker wie Adorno-Wiesengrund, Markuse, Fromm, Mitscherlich u.v.a.. 1934 emigrierte das Institut in die USA und entwickelte die Verbindung seiner Soziallehre mit dem Marxismus weiter und mit der freudschen Psychoanalyse wie Trieblehre. Dies stand aber auch stets unter dem Schutz der Verschwiegenheit. Dementsprechend war ihre „Kritische Theorie“, ein Tarnbegriff für eine marxistische Theorie, für eine neosozialistische Lehre, geboren. Über geschickte Wortwahl konnte die Veränderung der Gesellschaft unbemerkt vorangetrieben werden.

1949 kam das Institut wieder nach Deutschland zurück, später auch nach Österreich. Über die jugendlichen 68er, die danach folgenden brutalen Aufmärsche und das Schaffen von APO’s, (außerparlamentarischen Org.) sowie über den Marsch durch die Institutionen, fing die  zersetzende Wirkung auf Staat und Gesetzgebung an. Über eine falsche Emanzipation, Kampf gegen natürliche Empfängnis, sowie gegenseitige Aufwiegelung der Generationen, hatte man die Familien geschwächt. Die allmähliche Kulturzerstörung, Umerziehung in Schulen, Geschichtsverfälschung und der Angriff auf die Sprache, die political correctness verbunden mit Sinnesänderung, womit der menschenfreundliche Begriffe, eine verwirrende, negative Bewußtseinsänderung in Gang setzt. Weitere Vorgangsweisen aus der Lehre sind angesagt. D.G.

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Michael Winckler

Das Impfkartell – Die Akte Schweinegrippe

Hohenrain Verlag GmbH., Tübingen 208 S., gebunden, Abbildungen, € 16,80.

Das Buch zeigt die Hintergründe zum Thema Schweinegrippe. Es ist ein interessanter Tatsachenbericht aus der Welt internationaler Verflechtungen von Politik, Pharmaindustrie und Wissenschaft und bringt neben einer spannenden Chronologie der Ereignisse um die Schweinegrippe auch eine Fülle an Informationen, die wohl nur wenigen bekannt sind.

Ob es um die Geschichte der Spanischen Grippe und Hintergrundinformation zur Schweinegrippe geht, die personellen Verwicklungen zwischen Politik und Industrie, Manipulation der Medien, qualifizierte Stellungnahmen gegen die offizielle Hysterie, Impfproblematik – das Buch ist eine umfassende Faktensammlung, ein Ratgeber und zugleich ein Aufklärungsbuch zur aktuellen Impfdiskussion.

In der Summe wird ein Bedrohungsszenario unserer körperlichen Unversehrtheit und unserer anfälligen freiheitlichen Ordnung aufgezeigt, das alles Bisherige in den Schatten stellt. Eine aktuelle Pflichtlektüre. E.G.

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Rudolf Kemmerich

Das Kind braucht die Familie – Verhaltensstörungen und ihre Ursachen

Hohenrain 2009, 272 Seiten, s/w Abbildungen, € 16,80

Was ist mit unseren Kindern los?  Irgendwie scheint bei immer mehr Sprösslingen etwas durcheinandergeraten zu sein, man spricht von Bindungs- und Verhaltensstörungen. Ratlos stehen viele Erziehungsberechtigte, und wie es scheint auch die Politik, vor für sie unerklärlichen Verhaltensauffälligkeiten. Hat die Elterngeneration versagt? So einfach ist die Antwort nicht. Die Probleme sind vielschichtiger Natur und können wohl nicht verstanden werden ohne Kenntnis sowohl der Kindesnatur bzw. angeborenen Verhaltensweisen als auch des hineingeborenen Umfelds und der gesellschaftlichen Umstände und Zwänge.

Der Autor, Kinder- und Jugendarzt, Umweltmediziner und Kinderpsychologe, fängt mit der Ursachenforschung ganz früh an: bei möglichen körperlichen und seelischen Belastungen vor der Geburt. Er geht den aufeinanderfolgenden Verhaltensbereichen nach, richtet sein Augenmerk auf Sprachentwicklung, Geschlechtsidentität und sexuelle Ausrichtung. Die Bedeutung von Eltern und Geschwistern und vieles mehr wird entsprechend berücksichtigt, die oft verhängnisvolle Rolle der Medien aufs Korn genommen. Zusammenfassend kommt der Autor zu dem Schluß, daß die Familie für die psychosoziale Entwicklung des Kindes unverzichtbar sei. Ein wichtiges Buch als Wegweiser in orientierungsloser Zeit.      H.M.

Eckartschrift 167: Südtirol – Alto Adige – Südtirolo. Beiträge zur Tiroler Namensgeschichte

Cristian Kollmann und Egon Kühebacher: Südtirol – Alto Adige – Südtirolo. Beiträge zur Tiroler Namensgeschichte. Eckartschrift 167, 24 Seiten, zahlreiche Abbildungen und drei Karten. € 3,–

Südtirol war dem Deutschen Schulverein und ist auch heute noch der ÖLM ein Herzensanliegen; jetzt geht es jedoch nicht mehr vorrangig um materielle Hilfe, sondern darum, innerhalb des geschlossenen deutschen Sprachraums – und Südtirol ist der südlichste Teil davon – die kulturell-sprachlichen Verbindungen aufrecht zu erhalten sowie die vernachlässigte Gesamttiroler Identität zu fördern. Das Bändchen bringt einen Aufsatz von zwei Südtiroler Fachleuten, dem Romanisten und Germanisten Mag. Cristian Kollmann und dem Namenskundler Dr. Egon Kühebacher.

Kollmann erklärt sachkundig die Vielschichtigkeit und Bedeutung der wechselnden Landesnamen von der frühen Neuzeit über Napoleons Neuordnungen bis zum Faschismus und zur Gegenwart, Kühebacher ermahnt alle drei Landesteile, gesamt-tirolerisch zu denken und zu fühlen sowie die Tiroler jenseits der Unrechtsgrenze nicht als Fremde oder gar als „Ausländer“ zu betrachten.

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