Eckartschrift 157: Bayreuther Betrachtungen. 125 Jahre Richard Wagner Festspiele. Unangepasstes zum Jubiläum

Hermann Attinghaus: Bayreuther Betrachtungen. 125 Jahre Richard Wagner Festspiele. Unangepasstes zum Jubiläum. Eckartschrift 157, 104 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Fotos. € 7,12

Nur über wenige bedeutende Menschen gibt es ein so umfangreiches Schrifttum wie über Richard Wagner. Ein Menschenleben reichte nicht aus, um alles das zu lesen, was über diesen Dichterkomponisten veröffentlicht wurde und wird. Das ist auch gar nicht nötig, denn vieles davon ist so sehr dem Alltag verpflichtet, dass es bereits am Tage der Drucklegung als veraltet zu betrachten ist. Hermann Attinghaus, der aus seiner Begeisterung für das Werk des Bayreuther Meisters kein Hehl macht, geht einen anderen, heutzutage ungewöhnlichen Weg. Er zeigt seinen Lesern nicht den allbekannten Musikdramatiker, sondern den Denker und Reformator. Einerseits wird der „moderne Wagner“, dessen Denken – nicht nur zu seiner Zeit – vielen Menschen unbegreiflich blieb, vorgestellt, andererseits wird der Leser dazu angeregt, sich durch eigene Lektüre der weitgehend unbekannten Schriften ein kritisches Wagnerbild zu erarbeiten.

Kenner werden darin vieles finden, was sie immer schon gewusst haben, vielleicht aber auch feststellen, dass sie manches bisher anders gesehen oder auch nicht gekannt oder seine Bedeutung nicht richtig eingeschätzt haben. Wagners Widersprüchlichkeit zeigt einerseits die Lebendigkeit seines Denkens buchstäblich bis zu seinem Todestag; andererseits findet sich darin eine ungeheure Konsequenz, wie sie sonst nur höchst selten anzutreffen ist. Die Schrift bietet eine reichhaltige Zeittafel zu Leben und Werk Wagners und zur Geschichte der Bayreuther Festspiele sowie den vollständigen Wortlaut der Stiftungsurkunde der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Diese Stiftung ist insofern von besonderer Bedeutung, weil mit ihrer Gründung im Jahre 1973 die Mittel für die Durchführung der Bayreuther „Richard-Wagner-Festspiele“ sowie für die „Pflege des künstlerischen Nachlasses… und des Verständnisses seiner [d.h. Wagners] Werke sowie zur Förderung der Richard-Wagner-Forschung“ geschaffen wurden. Außerdem bietet die Schrift unbekannte Gedichte und Aussprüche von und zu Wagner an und ist mit zahlreichen teilweise bisher unveröffentlichten Bildern versehen.

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Eckartschrift 156: Bedrohtes deutsches Volkstum

Ernst Kosmath: Bedrohtes deutsches Volkstum. Eckartschrift 156, 102 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten. € 6,90

Der Verfasser dieser Eckartschrift ist bedauerlicherweise kurz vor Vollendung der Schrift verstorben. Er hatte mehrere Reisen durchgeführt, deren Erfahrungen in der Eckartschrift geschildert werden; weitere Fahrten waren noch geplant, über die er ebenso berichten wollte. Seine mitunter sehr persönlich gefärbten Einschätzungen, die nicht immer mit denen anderer Reisender oder der Österreichischen Landsmannschaft übereinstimmen, wurden nicht verändert, da eine klärende Aussprache mit dem Verfasser leider nicht mehr möglich war.

In seinem einleitenden Vorwort bestimmte der Bearbeiter zuerst den Begriff „Ost-Deutschland“ eindeutig, da die Bezeichnung „Ost-Deutschland“ seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges – bewusst oder unbewusst – meist falsch verwendet wurde. Unter dem Einfluss der alliierten Umerziehung und in Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik Deutschland um die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als deutsche Ost- bzw. polnische Westgrenze wurde die Bezeichnung Ost- Deutschland immer häufiger auf die „DDR“ angewandt. Trotz des offiziellen Verzichts auf die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße – immerhin mehr als ein Drittel deutschen Bodens – durch westdeutsche Regierungen ist und bleibt Ost-Deutschland aber – nicht zuletzt aus kulturhistorischen Gründen! – das Gebiet jenseits von Oder und Neiße sowie auch das Sudetenland. In diesem Sinne wird es auch in dieser Schrift verwendet.

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Eckartschrift 155: FrauenLeben

Wiener akdaemische Mädelschaft Freya: FrauenLeben. Eckartschrift 155, 100 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 6,90

Die Eckartschrift ist aus mehreren Gründen eine Besonderheit. Einmal, weil endlich das interessante und wichtige Frauenthema, das bisher aus unerfindlichen Gründen fast ausschließlich überwiegend weltfremden Klassentheoretiker(inne)n überlassen war, nunmehr aus nationalkonservativer Sicht behandelt wird. Sodann, weil die Verfasserinnen der akademischen Mädelschaft Freya angehören, also Frauen sind, die als Studentinnen, als berufstätige Akademikerinnen und Mütter mit beiden Beinen im Leben stehen und daher vieles zu sagen haben, was längst fällig war und dem derzeit vorherrschenden linken Zeitgeist ganz und gar nicht entspricht.

Die Arbeit ist in fünf größere Abschnitte gegliedert. Der erste, „Frauenbilder“ genannt, bietet eine geschichtliche Darstellung fraulichen Lebens vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart, wobei auch die sogenannte Quotenfrau, die Doppelbelastung vieler Frauen durch Beruf und Familie sowie das Frauenbild in der christlichen Kirche behandelt werden. Der zweite arbeitet in aller gebotenen Kürze die Geschichte der Frauenrechtsbewegung auf, würdigt vor allem auch die vielfach bis heute zu wenig oder gar nicht beachteten Leistungen von Frauen während der beiden großen Weltkriege im 20. Jahrhundert und v. a. auch danach. Im dritten Abschnitt wird die Problematik des Frauenstudiums anders als bisher beleuchtet. Im vierten werden „Herausragende Frauengestalten in der Geschichte“ vorgestellt. Wobei neben sehr bekannten Frauen wie Hildegard von Bingen, Clara Schumann und Hanna Reitsch einige gewürdigt werden, die bisher in der Öffentlichkeit (zu) wenig beachtet wurden wie Hedwig Heyl, die sich als Fabrikantin – schon vor dem Ersten Weltkrieg! – für die Bedürfnisse der Arbeiterfrauen im Betrieb ihres Mannes einsetzte. Oder auch Dr. Elisabeth Schragmüller, die auf nachrichtendienstlicher Ebene im Ersten Weltkrieg als Soldatin eingesetzt war, zum Oberleutnant befördert und schließlich für ihre Leistungen mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. Von Dr. Maria Schneider, die in den 30er Jahren als jüngste Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat im Bereich „Soziales“ tätig war, wird berichtet; ihre Arbeit im Parlament und als Vorsitzende des „Reichsverbandes deutscher Frauenvereine in Österreich“ bewirkte den Durchbruch der Frauen als Politikerinnen. Von 1952 an war Dr. Schneider Vorstandsmitglied der Österreichischen Landsmannschaft. Der fünfte Teil bietet Ausblicke auf die Zukunft und analysiert Möglichkeiten, wie es weitergehen könne und solle. Ergänzt wird die Schrift durch gut ausgewählte Zitate und viele, teilweise unbekannte Bilder.

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Eckartschrift 154: Deutsche in den Südwestalpen

Rolf Marti: Deutsche in den Südwestalpen. Eckartschrift 154, 104 Seiten, zahlreiche Karten und Abbildungen. € 6,90

Selbst vielen, die sich für die Geschichte und die Schicksale deutscher Minderheiten am Rande des geschlossenen deutschen Sprach- und Kulturraumes interessieren, ist weitgehend unbekannt, dass es im französisch-italienisch-schweizerischen Grenzgebiet um den Mont Blanc (dt. Weißberg) und den Monte Rosa (Gletscherberg) bewundernswert zählebige deutsche Minderheiten und Sprachinseln gab und gibt. Wie unbekannt solche, dem deutschen Kernland naheliegenden Gebiete in der Mitte Europas sein können, zeigt die vorliegende Schrift über die deutschen Siedlungsgebiete in den Südwestalpen. Wie übel diesen Deutschen schon im 19. Jahrhundert von Seiten Italien im Zuge des Risorgimento und auch in späterer Zeit – insbesondere während der faschistischen Ära – mitgespielt wurde, beweist der Verfasser, Rolf Marti, ein anerkannter Fachmann auf dem Gebiet deutscher Minderheiten im Schweizer Grenzgebiet, mit Hilfe zahlreicher, unbezweifelbarer Belege.

Mit Absicht wurden einige landestypische Bezeichnungen wie z. B. Alp(e) für Alm, Matte für Futterwiese oder Gaden (Mehrzahl Gäden) für Häuser mit nur einem Zimmer oder Stockwerk beibehalten, um ein wenig die Eigenheiten dieser Gegend zu zeigen. Rolf Martis kundige Darstellung des grenzlanddeutschen Siedlungsgebietes im Augst(=Aosta)tal, im Wallis, in Piemont und im Tessin, mit prächtigen Bildern versehen, regt auch zu einem Besuch dieses interessanten und landschaftlich überaus reizvollen Gebietes an.

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