Eckartschrift 79: Die deutsche Sprachinsel Bielitz-Biala

Gerhard Wurbs: Die deutsche Sprachinsel Bielitz-Biala. Eine Chronik. Eckartschrift 79, 88 Seiten, 2 Karten.

Die Eckartschrift erzählt in chronikartiger Form die Geschichte der deutschen Sprachinsel Bielitz-Biala, deren Gebiet bis 1918 zu Österreich-Schlesien gehörte, die durch sieben Jahrhunderte hindurch Kraft und Beständigkeit bewies und ihren Volkscharakter bewahren konnte. An jener Stelle angesiedelt, an der sich im südöstlichsten Zipfel Schlesiens drei Völker trafen: Deutsche, Polen und Tschechen, schufen und entwickelten 50.000 Deutsche ein weit über seiner Umwelt stehendes wirtschaftliches und kulturelles Mustergebiet, u. a. den drittgrößten Textilplatz der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Diese deutsche Sprachinsel gibt es heute nicht mehr. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden ihre Bewohner vertrieben. Diejenigen, die in der Vertreibungszeit nicht umkamen, wurden in der ganzen Welt zerstreut oder zogen in das damalige „Restdeutschland“ und halfen, gleich den anderen Flüchtlingen, mit, das „Wirtschaftswunderland“ zu schaffen.

Eckartschrift 78: Friedrich Ludwig Jahn – Mensch und Werk

Herbert Polesny: Friedrich Ludwig Jahn – Mensch und Werk. Aus seinem Leben, seinen Schriften und Briefen. Eckartschrift 78, 96 Seiten.

Die Eckartschrift stellt Leben und Wirken F. L. Jahns in all seinen Höhen und Tiefen dar. Einerseits vom Volk und besonders von der Jugend als Schöpfer des Turngedankens und der Idee der Volksgemeinschaft, als Wegbereiter einer demokratischen Gesellschaftsordnung auf nationaler Ebene und als Erwecker eines neuen Volksbewusstseins gefeiert – die offiziellen Anerkennungen und Ehrungen reichen von den Delegierungen zum Wiener Kongress und zum Frankfurter Parlament bis zur Verleihung von Ehrendoktoraten durch zwei Universitäten – erfährt dieser mutige Mann andererseits aber auch Ablehnung und Gegnerschaft, wird zum Aufwiegler und Revolutionär gestempelt und muss Kerkerhaft und Zwangsaufenthalte auf sich nehmen.

Jahns über die Zeiten hinaus wirkende Leistungen werden dargestellt: Der „Turnvater“, der erstmals den gesundheitlichen und auch völkischen Wert des Turnens erkannte und praktisch verwirklichte, der Spracherneuerer und Kämpfer für die Reinheit der deutschen Sprache und der politische Menschen mit seinen programmatischen Schriften über Volk und Staat.

Eckartschrift 77: Deutsches Kulturleben in der Bukowina

Rudolf Wagner: Deutsches Kulturleben in der Bukowina. Eckartschrift 77, 80 Seiten.

Im März 1979 erschien die Eckartschrift 69 „Die Bukowina und ihre Deutschen“, die so großen Anklang fand, dass sie in kürzester Zeit vergriffen war – auch in einer volkskundlichen Sendung des Deutschen Fernsehens wurde die Schrift vorgestellt und als Sachbuch bestens empfohlen. Die Eckartschrift befasst sich nun ausschließlich mit dem kulturellen Leben in diesem ehemaligen österreichischen Herzogtum, vor allem deshalb, weil dieses Kapitel des deutschvölkischen Lebens wegen seiner Fülle und Reichhaltigkeit einen eigenen Band benötigt.

Wieder erleben wir 175 Jahre Landesgeschichte: von den Anfängen des deutschen Kulturlebens, ursprünglich getragen von den ersten Siedlern aus dem Rheinland, der Zips und dem Böhmerwald, über alle Stufen des Aufbaues und der Entwicklung, oft in fruchtbarer Wechselwirkung mit den anderen Bevölkerungsgruppen, hauptsächlich den Ukrainern und Rumänen, bis ins Jahr 1940, in dem die Deutschen im Rahmen einer staatlichen Umsiedlungsaktion ihre Heimat verlassen mussten.

Eckartschrift 76: Untersteiermark. Unvergessene Heimat

Manfred Straka: Untersteiermark – unvergessene Heimat. Eckartschrift 76, 96 Seiten, 1 Karte.

Die Eckartschrift behandelt die Geschichte der Untersteiermark, die nach dem Ende das Ersten Weltkrieges durch das Friedensdiktat von St. Germain vom 10. September 1919 – ohne Volksbefragung – an den neu errichteten Staat der Serben, Kroaten und Slowenen, das heutige Jugoslawien, abgetreten werden musste.

Es ist die Geschichte zweier europäischer Völker, Deutscher und Slowenen. Mit dem Sieg Ottos des Großen auf dem Lechfeld, 955, erfolgte die endgültige Eingliederung dieses heißumkämpften Grenzlandes in den deutschen Staatsverband und damit die Gründung des Herzogtums Steiermark. Seither gestalteten nun beide Völker als „Steirer“ ihre gemeinsame Heimat, arbeiteten nebeneinander, förderten sich gegenseitig, erreichten Höhen und ertrugen Not und Tiefen ihres Schicksals. Wie entscheidend die Deutschen, Adel und Geistlichkeit, Bürger und Bauern das Gesicht dieses Landes mitgeformt haben, beweisen noch heute, Jahrzehnte nach ihrer Vertreibung, zahlreiche Burgen, Schlösser und Kirchen, vor allem aber die Ausprägung der Städte und vieler Dörfer.

Eckartschrift 75: Die deutschen Siedlungen in Galizien

Jacob Enders: Die deutschen Siedlungen in Galizien. Eckartschrift 75, 80 Seiten, 1 Karte.

Das „Königreich Galizien und Lodomerien“ bestand als Teil der österreichischen Reichshälfte von 1772 bis 1918 und war fast so groß wie die heutige Republik Österreich. Nur 0,7 %.der Bevölkerung waren Deutsche, aber trotzdem haben sie die Prägung des Landes mitbestimmt; nicht als Herren und Adelige, sondern als Bürger, Bauern und Handwerker, die Josef II. in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Hessen und Bayern angeworben hatte.

In anschaulicher Darstellung erstehen wieder die Dörfer, die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihren Leistungen und großen Erfolgen. Die Schilderung des stillen und zähen Kampfes der kleinen deutschen Minderheit inmitten des slawischen Lebensraumes um die Erhaltung ihrer Existenz und schließlich die Tragödie ihres Unterganges, in einfacher und darum oft um so eindrucksvollerer Sprache dargestellt, liest man mit Bewunderung, ja oft mit Rührung.