Eckartschrift 162: Verraten, vertrieben – vergessen. Die leidgeprüfte sudetendeutsche Volksgruppe auf der Suche nach Solidarität

Hans Schmitzer: Verraten, vertrieben – vergessen. Die leidgeprüfte sudetendeutsche Volksgruppe auf der Suche nach Solidarität. Eckartschrift 162, 24 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Hans Schmitzer, geboren nahe Asch im Sudetenland, in Bayern als Schulmann erfolgreich tätig, hat seine Gedanken zur Selbstbestimmung und Selbstbesinnung, zum 4. März 1919, zu den Sudetendeutschen als Objekte der Politik, zu den Beneš-Dekreten, zu einem „Schlussstrich“, zu „Freunden“ und was von Seiten der Sudetendeutschen zu beachten und zu tun sei, kurz und prägnant niedergelegt, ideal um sich selbst noch einmal der Hintergründe zu versichern oder einen „Unbedarften“ damit aufzuklären.

Eckartschrift 161: Deutsch zwischen den Welten. Deutsche Volksgruppen und Deutschstämmige in allen Erdteilen

Helmut Müller: Deutsch zwischen den Welten. Deutsche Volksgruppen und Deutschstämmige in allen Erdteilen. Eckartschrift 161, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,15

Wo leben sie? Wer sind sie? Woher kommen sie? Wie ist es ihnen ergangen, wie geht es ihnen jetzt? Welche Stellung haben sie in ihrer Heimat? Was verbindet sie mit den Mutterländern? Diesen und anderen Fragen geht diese Schrift nach, um dieses einst so genannte „Grenz- und Auslandsdeutschtum“ einem größeren Leserkreis vorzustellen. Sind doch diese Deutschen (also auch aus Österreich und der Schweiz) für die Mehrheit der in deutschen bzw. deutschsprachigen Staaten siedelnden Menschen fast ein Buch mit sieben Siegeln geworden. Nach Kontinenten geordnet wird die vielfältige Volksgruppe mit ihren Erfolgen, Nöten, Strukturen und Zukunftsaussichten in über 30 Staaten vorgestellt.

Nach Einführung und Vorgeschichte wird erst einmal das Gemeinsame herausgestellt: Dieses ist zunächst einmal grenzenlos als geistiges Vater- oder Mutterland, als gemeinsamer herkunftsmäßiger Bezugspunkt mit Deutsch als gemeinsamer Muttersprache sowie in vielen Fällen schon als Zufluchtsort oder Hilfsquelle. Letztere haben in den vergangenen Jahrzehnten vor allem deutsche Menschen in den ehemaligen Ostblockstaaten, aber auch in abseits gelegenen Gebieten Südamerikas oder des südlichen Afrikas in Anspruch nehmen können. In diesem Zusammenhang haben sich Hilfs­organisationen wie die Österreichische Landsmannschaft oder der Allgemeine Deutsche Kulturverband (ADKV) große Verdienste erworben.

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Eckartschrift 160: Die Deutschen in Slowenien. Geschichte und Kultur vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart

Reinhard Reimann: Die Deutschen in Slowenien. Geschichte und Kultur vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart. Eckartschrift 160, 112 Seiten, mit Karten und Bildern. € 7,15

Seit dem Hochmittelalter lebten deutsche Adelige und Geistliche, Bürger und Bauern, Industrielle und Arbeiter in dem Land zwischen Alpen, Pannonischem Becken und Adriatischem Meer, im Herzogtum Kram und in der Untersteiermark, ein Gebiet, das heute zur Republik Slowenien gehört. Gemessen an ihren slowenischen Nachbarn blieben sie durch die Jahrhunderte zahlenmäßig eine kleine Minderheit, doch ihre bisweilen bevorzugte gesellschaftliche Stellung ließ sie einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Gestaltung ihrer Heimat ausüben.

Die Eckartschrift behandelt ihre Geschichte und kulturellen Leistungen, ausgehend von der Landnahme im 10. Jahrhundert, der Gründung von Märkten und Städten wie Marburg, Cilli und Pettau über die Türkenkriege, die das Land stark in Mitleidenschaft zogen, bis hin zu Reformation und Gegenreformation, als es zu einer zunehmenden Ausdifferenzierung bei der Verwendung der deutschen und slowenischen Sprache kam. Der Schwerpunkt dieser Schrift liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert, also dem „nationalen Zeitalter“, in welchem die nationale Zugehörigkeit einer Person zum entscheidenden Kriterium und damit zum Kern von Konflikten wurde. Diese beiden Jahrhunderte führten Slowenen und Deutsche von einem friedvollen Nebeneinander und fruchtbaren Miteinander über die nationalpolitischen Auseinandersetzungen der franzisko-josephinischen Zeit, in der die beiden Völker, um ihre politische Stellung ringend, zunehmend nebeneinander und nicht miteinander lebten. Im Zwischenkriegs-Jugoslawiens wurden die Deutschen ständigen Repressionen ausgesetzt; ab 1940 folgten der Versuch der Germanisierung, der Partisanenterror, der Völkermord. Mit der Vertreibung der Deutschen aus Jugoslawien ab Mai 1945 ging die jahrhundertealte gemeinsame slowenisch-deutsche Geschichte in diesem Raum zu Ende. Nur ein geringer Teil der deutschen Bevölkerung Sloweniens konnte im Land verbleiben und sich zu Beginn der 1990er Jahre in Vereinen organisieren. Dieser Rest hat sich zur Aufgabe gestellt, das kulturelle Erbe seiner Vorfahren zu bewahren und seine Muttersprache zu erhalten.

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Eckartschrift 159: Johann Nestroy – Ein Zerrissener

Walter Marinovic: Johann Nestroy – Ein Zerrissener. Eckartschrift 159, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Es ist kaum zu glauben, dass einer der großen Meister der deutschen Sprache noch vor wenigen Jahrzehnten bei manchen Germanisten nicht als Dichter galt. Zu seinem Geburtstag vor 200 Jahren kann Johann Nestroy den Lorbeer des Poeten niemand mehr nehmen.

Die Eckartschrift schildert die vielen Seiten von Mensch und Werk des Volksdichters Nestroy und beschreibt auch den historischen Hintergrund, die Biedermeierzeit, die seine intensivste Schaffens­phase war. Nestroys Stücke selbst sind historische Dokumente, setzt sich Nestroy doch in ihnen mit den Vorgängen seiner Zeit kritisch auseinander. Besonders sticht hier das Revolutionsstück „Freiheit in Krähwinkel“ hervor, das die Revolution von 1848 behandelt. Nestroy, der oft Probleme mit der Zensur des Metternichschen Systems gehabt hatte, begrüßte die Revolution und auch ihre gesamtdeutschen Zielsetzungen, ohne aber deren Schattenseiten zu übersehen.

Kenner werden eine kompakte Darstellung von Mensch und Werk mit Lebenslauf, Verzeichnis aller Stücke und zahlreichen Bildern (darunter auch Fotos von Nestroy) in den Händen halten.

Eckartschrift 158: Konfliktpotentiale der Zukunft

Stefan Hartwig: Konfliktpotentiale der Zukunft. Eckartschrift 158, 103 Seiten, 3 Grafiken. € 7,12

Seit über 50 Jahren herrscht Frieden in Österreich. Konflikte scheinen sich nur in sicherer Entfernung abzuspielen. Wie trügerisch dieser Frieden aber ist, zeigt der Politologe Stefan Hartwig in der vorliegenden Eckartschrift. Die heutige Welt birgt zahlreichen Zündstoff für Auseinandersetzungen. Und mögen die Ursachen auch in fernen Ländern liegen, in einer immer „kleiner werdenden Welt“ reichen die Auswirkungen bis nach Europa und in das kleine Österreich.

Die Entfernung Europas von den Konfliktschauplätzen ist unwichtig. Algerien, die Türkei oder Nigeria sind zwar weit weg, trotzdem wirken sich die dortigen Konflikte bis zu uns aus. So konnten sich algerische Moslemextremisten in Europa in Sicherheit bringen. Die kurdische PKK finanziert sich u. a. durch Drogengelder aus Westeuropa und operiert auch von hier aus. Und es ist kein Zufall, dass Drogenhändler massenhaft aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Nigeria kommen. Krieg, Terrorismus und Kriminalität vermischen sich. Über den internationalen Verkehr gelangen sie bis zu uns. Dies kann soweit gehen, dass mit den Einwanderern die Konflikte selbst zu uns kommen. So geschehen bei der Verhaftung des Kurdenführers Öcalan, wo es in Deutschland zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Türken und Kurden kam. Und umgekehrt werden Konflikte durch Auswanderer erst ermöglicht. Organisationen wie die UCK wären ohne Gelder der Auslandsalbaner gar nicht finanzierbar.

Die von vielen gepriesene friedliche Multikulturalität ist nach wie vor ein Wunschtraum. Weltweit haben Kriege ethnische und religiöse Hintergründe. Einige Beispiele werden in dem vorliegenden Band näher erläutert. Zur Lösung ihrer Aufgaben werden Soldaten in Zukunft mit neuem technischem Gerät ausgestattet sein. „Intelligente Kampfanzüge“, Roboter und Computer werden die Schlagkraft erhöhen. Aber nicht nur unsere Sicherheit wird unmittelbar gefährdet, auch der Wirtschaft drohen verschiedene Gefahren. Es beginnt bei „normaler Kriminalität“ wie Veruntreuung im Unternehmen und geht über Produktfälschung bis hin zur Wirtschaftsspionage. Ein besonderes Problem sind hier die Versuche, an das zur Herstellung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen nötige Wissen zu gelangen.

Eine schon verschwunden geglaubte Gefahr ist auch stärker denn je: die Piraterie.

Und jeder Konflikt ist auch ein Konflikt um die Gehirne der Menschen. Es wird direkte und indirekte Zensur geübt, verschiedene Formen von Propaganda kommen zum Einsatz, und auch Gerüchte und Desinformation sollen gezielt Meinungen beeinflussen.Im Anhang listet Hartwig die wichtigsten Homepages auf, die über Konflikte informieren, und stellt die bedeutendsten Institutionen für Konfliktforschung vor.

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