Eckartschrift 146: Wenn Kulturen zusammenprallen

Arbeitsgemeinschaft „Milizoffiziere in der Österreichischen Landsmannschaft“ (Hrsg.): Wenn Kulturen zusammenprallen. Eckartschrift 146, 100 Seiten, Karten. € 6,90

Die Eckartschrift behandelt die Entwicklung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Als Grundlage dienten den Autoren die Thesen des amerikanischen Wissenschaftlers Samuel Huntington, dessen Buch „Der Kampf der Kulturen – Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“ zu den weltweit am meisten diskutierten zählt und dessen Aussagen darin gipfeln, dass uns bewusst sein muss: Unser Umfeld wird sich in den nächsten Jahrzehnten dramatisch verändern.

Jeder der sieben bis acht Kulturkreise dieser Erde ist moralisch betrachtet nicht wertvoller oder schlechter als die anderen; wir müssen uns darauf einstellen, dass gerade unsere gesellschaftliche und geopolitische Lage in Zukunft ganz stark durch den Zusammenprall dieser Kulturen geprägt werden wird, wobei kriegerische Konflikte zwischen diesen Kulturkreisen durchaus möglich sind.  Unser tägliches Leben und unsere Sicherheit werden davon abhängen, wie wir diese Aufgaben lösen werden.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass wir uns dringend den Kopf zerbrechen müssen, wohin uns die ökonomischen, technischen und geographischen Entwicklungen führen werden; was für uns und unsere Kultur das konkrete Wachstum von Infrastrukturen, Produktivität, die erhöhte Lebenserwartung, die weltweite Bevölkerungsexplosion und die veränderte Bevölkerungszusammensetzung bedeuten.

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Eckartschrift 145: 1918 – Niederlage und Untergang Österreich-Ungarns

Erwin Pitsch: 1918 – Niederlage und Untergang Österreich-Ungarns. Eckartschrift 145, 120 Seiten, Karten. € 6,75

Ausgehend von der Lage des Vielvölkerstaates vor und während der Kriegsjahre wird die rasante Weiterentwicklung des Waffenbestandes vom „bunten Reiterheer“ bis zur volltechnisierten Kriegs- und Vernichtungsmaschinerie gezeigt. Waren es doch die Mechanisierung des Landkrieges und die Entwicklung des Flugzeuges, die den Wandel in der Kriegsführung mit sich brachten. Eine große Rolle in der untergehenden Monarchie spielte neben dem Nationalitätenproblem auch die innenpolitische Entwicklung.

Das Kriegsende veränderte die politische Karte Europas erheblich: Drei Kaiserreiche und ein Sultanat verschwanden, neue Staatsgebilde entstanden.

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Eckartschrift 144: Die politische Symbolik der deutschen Revolution 1848/49. Schwarz – rot – goldene Anthologie von Ausdruck, Sprache, Geschehen und Mythos. Eine versinnbildlichte Quellendarstellung

Bernhard Reinhold Pilz: Die politische Symbolik der deutschen Revolution 1848/49. Schwarz – rot – goldene Anthologie von Ausdruck, Sprache, Geschehen und Mythos. Eine versinnbildlichte Quellendarstellung. Eckartschrift 144, zahlreiche Abbildungen, € 6,90

Die Pariser Februarrevolution 1848 und die Ausrufung einer französischen Republik schlugen wie Funken in das deutsche Pulverfass. „Freiheit und Einheit“ wurden die Schlagworte der in ganz Deutschland ausbrechenden Revolution. Auch die habsburgische Doppelmonarchie erzitterte unter dem gewaltigen Stoß der sozialen Revolution und der erwachenden Nationalitäten. Unter dem Druck der Aufständischen – Studenten, Intellektuelle, Bürger und Bauern kämpften erstmals gemeinsam – beugten sich das Kaiserhaus und die Fürsten.

Die chronologische Abfolge zeigt in vierundzwanzig Kapiteln die Ereignisse der Revolutionsjahre 1848/49, so wie sie auf die Zeitgenossen einstürmten.

Der 18. Mai 1848, an dem in der Frankfurter Paulskirche 585 Abgeordnete aus allen deutschen Landen zusammenkamen und in wegweisenden Diskussionen die Grundrechte des deutschen Volkes verhandelten, kann wohl als Höhepunkt des Revolutionsjahres bezeichnet werden. Hier wurden die neuen Begriffe wie Beseitigung aller Standesprivilegien (besonders des Adels), Gleichheit aller vor dem Gesetz, Presse- und Versammlungsfreiheit, Freiheit der Lehre und Forschung, Trennung von Staat und Kirche und freigewählte Volksvertreter geprägt. Sie sollten die Grundfeste eines nationalen Rechts- und Verfassungsstaates werden.

Der Kern dieser Schrift bildet jedoch, wie im Titel angekündigt, die politische Symbolik, wie der Farbendreiklang Schwarz-rot-gold (Aus tiefster Nacht durch Blut zur goldenen Freiheit), ausgedrückt in der Fahnenausstattung, die Kleidung der Revolutionäre und schließlich das revolutionäre Schrifttum. Aus einer Mannigfaltigkeit der herangezogenen Quellen spiegeln sich gerade in diesem die Begebenheiten und die Ideen der beiden Jahre wieder. Die revolutionäre Prosa dokumentiert anhand von politischen Proklamationen, politischen Reden, zeitgenössischen Schilderungen und Briefen die Originalsprache der Revolutionsepoche, in der revolutionären Lyrik, dem Revolutionslied und dem Revolutionsgedicht offenbart sich die seelisch-geistige Tiefe dieser Zeit.

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Eckartschrift 143: Deutsche Dichtung in Österreich. Schönherr – Weinheber – Waggerl

Walter Marinovic: Deutsche Dichtung in Österreich. Schönherr – Weinheber – Waggerl. Eckartschrift 143, 108 Seiten, € 6,40

Der gebürtige Südtiroler Karl Schönherr war viele Jahrzehnte lang der anerkannte Bühnenautor für Volksstücke, die vorerst durch das hervorragende Ensemble der Innsbrucker Exlbühne bekannt wurden, aber bald nicht nur am Wiener Burgtheater, sondern auch im gesamten deutschen Sprachraum auf den Spielplänen standen. Er verstand es, mit seiner Themenwahl, in der Volk und Heimat im Mittelpunkt standen und den Figuren, die meist vom naturhaften Bauerntum geprägt waren, den Zuschauern das zu bieten, was sie zu dieser Zeit bewegte: die bedrohte Heimat, die Liebe zum Vaterland und die dazugehörigen vorbildhaften Menschen. Erst mit dem Überhandnehmen des „absurden Theaters“ und der zeitbezogenen Stücke nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer stiller um den größten Dramatiker Tirols. 1993, zu seinem 50. Todestag, gab es keine einzige Veranstaltung ihm zu Ehren im ganzen Land.

Auch der Wiener Josef Weinheber gehört heute zu den anscheinend absichtlich Totge­schwie­genen. Obwohl er in seinem Gedichtband „Wien wörtlich“ seiner Vaterstadt wie kaum ein anderer Dichter vor und nach ihm ein bleibendes Denkmal gesetzt hat, schwieg 1992 zu seinem 100. Geburtstag das offizielle Wien, seine Gedichte verschwanden aus den Lesebüchern, und auch der nach ihm benannte Platz in Wien-Ottakring soll umbenannt werden.

Tausende Menschen werden sich noch an die bis in die sechziger Jahre veranstalteten Advent­lesungen unter dem Titel „Das ist die stillste Zeit im Jahr“ erinnern. Karl Heinrich Waggerls Worte füllten nicht nur das Festspielhaus in Salzburg und die Säle in Wien, in allen deutschen Landen lauschte man zur Vorweihnachtszeit seinen Vorträgen. Der Grund für seine Beliebtheit war die natürlich-schlichte Aussage, die jedem zu Herzen ging und die in seiner entbehrungsreichen Kindheit und Jugend im salzburgischen Wagrain seine Wurzeln hatte.

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Eckartschrift 142: Geschichte der Ungarndeutschen

Martin Hobek: Geschichte der Ungarndeutschen. Eckartschrift 142, 104 Seiten, € 6,40

Es wird die historische Entwicklung der ungarndeutschen Siedlungsgeschichte behandelt und auch der Zeit zwischen und nach den beiden Weltkriegen mit allen Problemen, die auf diese Volksgruppe zukamen, ein breiten Raum einräumt.

Immer wieder waren und sind es starke Persönlichkeiten die helfen, die Schwierigkeiten dieser kleinen Volksgruppe zu meistern; auch die derzeitigen Hilfeleistungen des „Arbeitskreises Ungarndeutsche in der Österreichischen Landsmannschaft“ werden aufgezählt.

Bereits während des Niedergangs des Weströmischen Reiches fassten erstmals germanische Völker Fuß im westungarischen Raum; die ältesten belegbaren altdeutschen Siedlungen werden bereits 896 erwähnt. Seit dieser Zeit riss der Zustrom aus den deutschen Mutterlanden nicht mehr ab; dabei gab es aber immer wieder auch Vorstöße des madjarischen Volkes nach Westen. Einer der Marksteine dieser Auseinandersetzungen war der Sieg der Deutschen auf dem Lechfeld im Jahre 955. Die gezielte große Einwanderung deutscher Siedler erfolgte aber erst nach den Türkenkriegen, als in die weiten verödeten und entvölkerten Landstriche die sogenannten „Donauschwaben“ planmäßig als Kolonisten geholt wurden. Sie schufen mit unermüdlichem Fleiß und Ausdauer am Wiederaufbau mit und trugen weitgehendst zum Wohlstand der neuen Heimat bei.

Jahrhundertelang lebten Deutsche und Madjaren friedlich zusammen. Erst mit dem aufkommenden nationalistischen Gedankengut, das hauptsächlich geprägt war von den Führern des sogenannten „Turanismus“, entstanden die Spannungen zwischen den beiden Völkern. Die Bestimmungen der Verträge von St. Germain und Trianon, die Zerschlagung der Donaumonarchie, der Zweite Weltkrieg und die damit verbundenen Folgen für die deutsche Volksgruppe mit Aussiedlung, Enteignung und Verfolgung gehören wohl zu den traurigsten Kapiteln dieses Jahrhunderts. Heute hat sich die Lage wieder weitgehend normalisiert und entspannt. In vielen Gegenden regt sich wieder ein Besinnen auf deutsche Lebensweise, Sitten und Gebräuche. Um aber das noch verbliebene Deutschtum in Ungarn am Leben erhalten zu können, mahnt der Autor, seien drei Dinge von Nöten: 1.) Bei den Kindern dafür zu sorgen, dass das Deutsche wieder ihre Muttersprache wird, und nicht, wie zur Zeit „Großmuttersprache“. 2.) Bei den Jugendlichen ist das Bewusstsein für die glanzvolle Geschichte der Ungarndeutschen zu schaffen. 3.) Den Erwachsenen ist ihre Verpflichtung in Erinnerung zu rufen, die Tradition, für die sie sich wahrlich nicht zu schämen brauchen, weiterzugeben.

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