Eckartschrift 111: Siebenbürgen

Hans Bergel: Siebenbürgen. Eckartschriften 111, 92 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Seit 850 Jahren siedeln Deutsche im Hochland vor den Ost- und Südkarpaten: die Siebenbürger Sachsen. Von 1945 bis 1988 sank ihre Zahl von 250.000 auf 100.000. Einst für ihre Heimattreue bekannt, drängen sie heute verzweifelt aus Siebenbürgen heraus, weil sie keine Aussicht mehr sehen, ihre deutsche Eigenart und ihre historisch gewachsene Kultur zu bewahren, sie fürchten überdies zunehmend den Niedergang ihrer Muttersprache. Mit der Zerstörung ihrer Ortschaften, sagen sie, werden nun auch die letzten sichtbaren ihres bedeutenden Beitrages zur Kultivierung des Karpatenhochlandes, ja, sogar die ihrer gesamten geschichtlichen Existenz systematisch ausgelöscht.

All diese Umstände legten es nahe, auf die Vorgänge in Siebenbürgen und auf den Exodus der Siebenbürger Sachsen hinzuweisen. Vor dem geschichtlichen Hintergrund, der die Tragödie der Ereignisse erst im ganzen Ausmaß deutlich macht, wird in der vorliegenden Eckartschrift mit literarischen und künstlerischen Beiträgen das Gestern und Heute dieser ältesten auslanddeutschen Sprachinsel aufgezeigt.

Eckartschrift 110: Westpreußen

Horst Scheffler: Westpreußen. Eckartschrift 110, 108 Seiten, 8 Bildseiten, 2 Karten.

Der vorliegende Band ist als Ergänzung und Fortführung der 1987 erschienenen Eckartschrift Nr.103 von Hans Georg Tautorat (Ost­preußen) zu werten, denn Westpreußen und Ostpreußen sind Zwillingsprovinzen aus gemeinsamen Ursprung, sie hatten über Jahrhunderte eine gemeinsame geschichtliche und kulturelle Entwicklung. Trotz aller Gemeinsamkeit haben sich jedoch die Westpreußen und die Ostpreußen zu zwei verschiedenen deutschen Stämmen entwickelt, stellten ihnen doch geographische, historische, politische und ethnologische Gegebenheiten oft unterschiedliche Aufgaben.

Der Autor, in Tilsit an der Memel geboren, geht in seiner Schrift von der Tatsache aus, dass die politische und kulturelle Geschichte eines Landes zugleich – und vor allem auch – die seiner Städte ist. Er widmete daher ein ausführliches Kapitel der Darstellung der westpreußischen Städte, das in alphabetischer Reihenfolge angelegt ist, das vor allem die Erinnerung an die alten Namen aus deutscher Zeit wachhalten soll.

Ein Kernpunkt in seiner Schrift ist auch das Versailler Diktat von 1919, das die Provinz Westpreußen sowie auch andere Teile des deutschen Ostens zerstörte. Er zeigt auf, wie die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, insbesondere für die Deutschen im Osten, in gerader Linie über den Zweiten Weltkrieg zum geteilten Europa der Gegenwart führte.

Heute steht Westpreußen unter polnischer Verwaltung und ist westlichen Besuchern erst seit 1989 zugänglich. Wie viele Deutsche dort noch leben, ist eine Frage der Schätzung und leider auch des Zeitablaufes.

Eckartschrift 110: Westpreußen

Horst Scheffler: Westpreußen. Eckartschrift 110, 108 Seiten, 8 Bildseiten, 2 Karten

Der vorliegende Band ist als Ergänzung und Fortführung der 1987 erschienenen Eckartschrift Nr.103 von Hans Georg Tautorat (Ost­preußen) zu werten, denn Westpreußen und Ostpreußen sind Zwillingsprovinzen aus gemeinsamen Ursprung, sie hatten über Jahrhunderte eine gemeinsame geschichtliche und kulturelle Entwicklung. Trotz aller Gemeinsamkeit haben sich jedoch die Westpreußen und die Ostpreußen zu zwei verschiedenen deutschen Stämmen entwickelt, stellten ihnen doch geographische, historische, politische und ethnologische Gegebenheiten oft unterschiedliche Aufgaben.

Der Autor, in Tilsit an der Memel geboren, geht in seiner Schrift von der Tatsache aus, dass die politische und kulturelle Geschichte eines Landes zugleich – und vor allem auch – die seiner Städte ist. Er widmete daher ein ausführliches Kapitel der Darstellung der westpreußischen Städte, das in alphabetischer Reihenfolge angelegt ist, das vor allem die Erinnerung an die alten Namen aus deutscher Zeit wachhalten soll.

Ein Kernpunkt in seiner Schrift ist auch das Versailler Diktat von 1919, das die Provinz Westpreußen sowie auch andere Teile des deutschen Ostens zerstörte. Er zeigt auf, wie die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, insbesondere für die Deutschen im Osten, in gerader Linie über den Zweiten Weltkrieg zum geteilten Europa der Gegenwart führte.

Heute steht Westpreußen unter polnischer Verwaltung und ist westlichen Besuchern erst seit 1989 zugänglich. Wie viele Deutsche dort noch leben, ist eine Frage der Schätzung und leider auch des Zeitablaufes.

Eckartschrift 109: Geschichte der Banater Berglanddeutschen Volksgruppe

Julius A. Baumann: Geschichte der Banater Berglanddeutschen Volksgruppe. Ein Beitrag zur Geschichte des Temeser Banats. Eckartschrift 109, 84 Seiten, 8 Bildseiten, € 4,90

In der Eckartschrift wird über eine deutsche Volksgruppe berichtet, die fast vergessen ist: die Berglanddeutschen. Im „Temeser Banat“, heute zu Rumänien gehörig, lebten 1989 noch rund 50.000 Menschen, die sich zum deutschen Volkstum bekannten und deren Vorfahren hier vor rund zweieinhalb Jahrhunderten begannen, die bedeutendste Schwerindustrie Südosteuropas aufzubauen. Wie in anderen südöstlichen Gebieten Europas hinterließen auch im Banater Bergland die Türkenkriege ein verwüstetes und verödetes Gebiet, in dem die Restbevölkerung weder die Kraft noch den entsprechenden Willen aufbrachte, wieder von vorne anzufangen. Erst auf Initiative des Hofes in Wien unter Maria Theresia begannen eine rege Wiederbesiedelung und ein segensreicher Neuaufbau in diesen Ländern. Neben der Landwirtschaft und dem Handwerk im ländlichen Raum sollten vor allem auch die im verelendeten Bergland zerstörten und stillgelegten Kohle- und Erzgruben, mit ihren reichen Bodenschätzen, wieder instandgesetzt und daraus für die Monarchie ein wertvolles Industriegebiet geschaffen werden. Zu diesem Zwecke holte man aus Tirol, vor allem aber aus der Steiermark erfahrene Berg-, Hütten- und Forstfachleute, die jahrhundertealte Erfahrungen auf diesem Gebiet mitbrachten. In einer meist feindlich gesinnten Umwelt, vielfach nur als unerwünschte Eindringlinge betrachtet, haben diese Siedlerfamilien im Laufe von Generationen mit unendlichem Einsatzwillen und Fachwissen unter schwierigsten Bedingungen ein Industrieland geschaffen, dessen Bedeutung weit über die damalige Krondomäne hinausreichte. Im Lokomotiv-, Brücken-, Hoch- und Hallenbau haben die, aus dem ehemaligen k.k. Ärar-Bergwesen hervorgegangenen Stahlwerke bald eine beherrschende Stellung erreicht. Besondere Bedeutung erlangte der Kupferbergbau, dessen Erzeugnisse nach ganz Europa gingen.

Die Eckartschrift schildert die Entwicklungsgeschichte dieses Bergbaugebietes und das Schicksal der Menschen.

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Eckartschrift 108: Das Deutschtum in Paraguay und Peru

Karl Ilg: Das Deutschtum in Paraguay und Peru. Eckartschrift 108. 124 Seiten, 2 Karten. € 4,35

Nach den Eckartschriften „Das Deutschtum in Brasilien“ (Eckartschrift 68) und „Das Deutschtum in Chile und Argentinien“ (Eckartschrift 83) schließt nun der Band die Reihe der Darstellungen über die deutschen Siedlungen in Südamerika ab. Damit liegt eine umfassende Dokumentation über die Geschichte von Einwanderung und Besiedlung sowie über die derzeitige Lage der Deutschen auf dem südamerikanischen Kontinent vor, die heute mit fast 4 Millionen die größte Auslandsdeutsche Gruppe der Welt bilden.

Wie mit unendlichem Fleiß und Zurückstellung aller persönlichen Bedürfnisse aus dem Urwald fruchtbarste Anbaugebiete geschaffen werden können, zeigt die Mennonitensiedlungen im Chaco Paraguays oder das „Unternehmen Pozuzo“ in Peru, bei dem die Siedler in einer zwei Jahre langen Wanderschaft, auf den Straßen, die sie sich im Urwald zu ihrer neuen Heimat erst bauen mussten, ihr Durchhaltevermögen bewiesen.

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