Eckartschrift 97: Die Deutschen in Russland und in der Sowjetunion

Alfred Eisfeld: Die Deutschen in Russland und in der Sowjetunion. Eckartschrift 97, 124 Seiten, 1 Karte.

Unter den mehr als hundert Nationalitäten, die Mitte der 1980er Jahre in der UdSSR lebten, nahm die deutsche Volksgruppe mit rund 1,900.000 Menschen den 14. Platz ein, war zahlenmäßig also stärker als beispielsweise die Letten, Esten, Kirgisen oder Turknenen, besaß aber seit dem Zweiten Weltkrieg keine geschlossenen Siedlungsgebiete mehr. Die Schrift befasst sich eingehend mit den Anfängen des Deutschtums in Russland, mit der planmäßigen Besiedlung durch Katharina II. und Alexander I., die zur Kultivierung der menschenleeren Steppen des Wolga- und Schwarzmeergebietes deutsche Bauern ins Land holten, legt die Auswanderungsgründe (Frondienst, wirtschaftliche Not, Beeinträchtigung der Glaubensfreiheit u.v.m.) dar, belegt die Herkunftsgebiete der Siedler, ihre Wanderwege in die neue Heimat und schließlich die Anfänge der Besiedlung, die Gründung der deutschen Kolonien und deren Tochtersiedlungen. Ein weiter Bogen spannt sich über viele Generationen, in denen es schließlich die Nachkommen der ehemaligen Einwanderer durch Aus­dauer, Fleiß, Sparsamkeit und Können zu einem gewissen Wohlstand gebracht hatten, bis mit dem Ersten Weltkrieg, ganz besonders aber mit dem Zweiten, der Beginn der Auflösung dieser Volksgruppe eingeleitet wurde, die bis heute konsequent durchgeführt wird.

Seit dem Zweiten Weltkrieg waren die Russlanddeutschen hinter dem Eisernen Vorhang für die übrige Welt in Vergessenheit geraten. Keine westlichen Medien berichteten über sie und über ihr Schicksal, fast niemand erfuhr von den Deportationen, dem Leben in den „Sondersiedlungen“ unter den menschenunwürdigsten Bedingungen, dem Massensterben durch Hunger, Kälte und Schwerstarbeit und schließlich der Amnestie von 1955 und der teilweisen Rehabilitierung von 1964, die der deutschen Volksgruppe seither eine langsame „Normalisierung “ ihres Lebens brachte.

Eckartschrift 96: Das Märchen. Ursprung – Symbolik – Sinngehalt

Rose Eller: Das Märchen. Ursprung – Symbolik – Sinngehalt. Eckartschrift 96, 80 Seiten. € 3,60

Neben der Sage und dem Volkslied ist das Märchen der tiefste und wahrste Ausdruck der Seele eines Volkes. Man kennt den ursprünglichen Erzähler nicht, sie werden von Generation zu Generation meist nur mündlich weitergegeben und erhalten Form und Inhalt erstaunlicher Weise über Jahr­hunderte hinweg unverändert. Damit stellt sich die Frage: Wie alt sind die Märchen, wo liegen ihre Wurzeln, worin besteht ihre Aussage und ihr Sinngehalt? Unsere Märchen sind so alt wie das Volk selbst, aus dem sie stammen. Viele Gestalten, Symbole und Handlungen in ihnen lassen sich bis in die Mythen- und Sagenwelt der grauen Vorzeit zurückverfolgen, wenn auch oft überdeckt von Verfremdungen durch Einflüsse aus anderen Kulturkreisen oder durch das Christentum, das ja auch im Brauchtum und in den Jahresfesten das alte heidnische Kulturgut meist nicht ersetzte, sondern nur dem neuen Glauben anpasste. Eine Vielzahl von Themenkreisen der Märchenforschung wird behandelt, wie die Entstehung und Herkunft, die Sprache, die Form und die verschiedenen Arten des Märchens.

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Eckartschrift 95: Blühendes Mährerland

Reinhard Pozorny: Blühendes Mährerland. Eckartschrift 95, 96 Seiten.

Die Eckartschrift erzählt über die Lebensweise der Bewohner Mährens, ihre Sitten und Gebräuche, Lieder und Sagen wie auch die Alltagsprobleme im Umgang mit dem tschechischen Nachbarvolk, denn der Existenzkampf der Deutschen in diesem Lande, besonders seit dem Ende des Ersten Weltkrieges, war hart und es war allen bewusst, dass nur die Einigkeit die zur Minderheit gewordene Volksgruppe erhalten konnte. Die Schrift schöpft aus Chroniken, alten Aufzeichnungen, Akten und Dokumenten. Damit ergeben seine Darstellungen der Geschichte, der Landschaft, der Städte, Burgen und Dörfer und der Menschen insgesamt ein Heimatbuch.

Eckartschrift 94a: Rede über Österreich

Anton Wildgans: Rede über Österreich. In der vollständigen Fassung. Herausgegeben von Rupert Amtmann. Eckartschrift 94a, 32 Seiten, 1 Karte, ein Bildnis des Dichters.

Die Eckartschrift ist eine Neuauflage des 1959 erschienenen Heftes 4a, das trotz hoher Auflage schnell vergriffen war, seither aber immer wieder verlangt wurde. Die erste, vor 26 Jahren erschienene Ausgabe brachte die Österreichische Landsmannschaft als Entgegnung und Richtigstellung einer Fassung der „Rede über Österreich“ heraus, die von der AMADEO –  Schallplattenfirma in den Handel gebracht wurde, sowie der zur gleichen Zeit erschienenen und im selben Sinne manipulierten Wildgansrede in der Beilage der Wochenzeitung „Furche“. In beiden Fassungen gab es sowohl grobe Abänderungen des Originaltextes als auch Streichungen, und zwar mit der eindeutigen Tendenz, die Rede, die ein Bekenntnis zum deutschen Österreich enthält, so zu verändern, wie man es der herrschenden politischen Einstellung schuldig zu sein glaubt.

Anton Wildgans (1881–1932) ist zu seinen Lebzeiten von allen politischen Lagern gewürdigt worden, er war jene anerkannte Persönlichkeit, die vor mehr als einem halben Jahrhundert den Österreicher kennzeichnete: ein Mensch mit deutschem Bekenntnis, der vom österreichischen Land geprägt wurde, für den die „deutsche Kultur und Volkheit“ eine Selbstverständlichkeit ist. Die „Rede über Österreich“ hatte der Dichter, der auch zweimal Burgtheatherdirektor war, am Neujahrstag 1930 im Österreichischen Rundfunk vorgetragen und sie wurde damals mit allgemeiner Begeisterung aufgenommen.

Eckartschrift 94: 1945. 2. Teil. Kapitulation – Besatzungszeit – Vertreibung

Erwin Pitsch: 1945. 2. Teil. Kapitulation  – Besatzungszeit – Vertreibung. Eckartschrift 94, 128 Seiten, 3 Karten.

Der zweite Teil der Dokumentationsschrift über die militärische Niederlage des Deutschen Reiches im Jahr 1945 sowie ihre Folgen und Auswirkungen befasst sich mit den Geschehnissen in den letzten Kriegswochen und nach der Kapitulation sowohl im Deutschen Reich als auch in den deutschen Siedlungsgebieten außerhalb der ehemaligen Staatsgrenzen.