Eckartschrift 215: Deutsche auf fremden Thronen

436D3A03-88B8-4257-9803-6651E59307E2Menno Aden und Franz Rader: Deutsche auf fremden Thronen. Vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg. Eckartschrift 215, 120 Seiten, € 9,30

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, waren die meisten damals in Europa bestehenden Staaten erbliche Monarchien. Die Mehrzahl der Monarchen Europas war deutscher Herkunft im Mannesstamm, in andere Dynastien hatten Prinzessinnen deutscher Abstammung eingeheiratet. Die deutsche Abkunft oder Versippung europäischer Fürstenhäuser war in der Geschichte Europas von beträchtlicher Bedeutung, in der Vorgeschichte des Großen Krieges spielte sie offenbar eine größere Rolle, als gemeinhin gesehen wird. Diese (oft zu) enge familiäre Verbindung zwischen herrschenden Familien übertrug familiäre Dissonanzen, wie sie etwa zwischen dem britischen König Eduard VII. und Kaiser Wilhelm II., die über ihre Mütter Onkel und Neffe waren, bestanden haben, auf die Ebene der hohen Politik. In der im Zeitalter des Imperialismus zunehmend nationalistisch aufgeheizten Gesamtstimmung Europas waren die deutschen Herrscher jedoch bei fremden Völkern oft dem Verdacht der nationalen Illoyalität ausgesetzt, was sie durch deutliche Bekundungen von Deutschfeindlichkeit überkompensierten (König-Eduard-Effekt). Dies trug vermutlich sowohl zum ursprünglichen Ausbruch des Weltkrieges bei wie auch zum Kriegseintritt Rumäniens 1916 bei.

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Eckartschrift 211: Die Völkerschlacht bei Leipzig

TitelbildGerald Brettner-Messler und Udo Wunsch: Vor 200 Jahren – Die Völkerschlacht bei Leipzig. Das Eiserne Kreuz. Seit 100 Jahren – das Völkerschlacht-Denkmal. Eckartschrift 211, 112 Seiten, Bilder, Karten und Schlachtskizzen. € 8,80

Mit dieser Schlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813 wurde Mitteleuropa von der Herrschaft Napoleons befreit. Doch gingen die Hoffnungen vieler Deutscher auf einen Völkerfrühling ohne Fürstenherrschaft und innerdeutsche Grenzen nicht in Erfüllung.

Die Schlacht bei Leipzig blieb bis zum Ersten Weltkrieg das größte auf einen kleinen Raum zusammengedrängte, bewegliche Kampfgeschehen der Weltgeschichte. Waterloo ergänzte, bestätigte, vollendete das historische Ergebnis von Leipzig: Napoleon war gestürzt, der „Franzmann“ in seine Schranken gewiesen. Bis zur Schlacht bei Sedan am 1. und 2. September im Deutsch-Französischen Krieg 1870-71 blieb die Schlacht bei Leipzig im historischen und geschichtlichen Bewusstsein der Deutschen das gegenüber Waterloo überwertige Ereignis.

Das Buch erklärt die Vorgeschichte zur Schlacht, die Aufstände in Tirol, die Freikorps, den Russlandfeldzug, zeigt in mehreren Karten den Schlachtenverlauf und berichtet vom Abschluss der Kriege sowie von den wichtigsten Auszeichnungen; zudem schildert es das einzigartige Denkmal, 1913 in Leipzig fertiggestellt. Viele Bilder und Kurzbiographien ermöglichen einen guten Einblick in eine bewegende Zeit!

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Eckartschrift 210: Die Deutschen aus der Bukowina

ES210_TitelbildIngrid Nargang: Die Deutschen aus der Bukowina. Herkunft – Umsiedlung/Flucht – Neubeginn. Eckartschrift 210, 112 Seiten, Bilder, Karten und Anschriften. € 8,80

Die Bukowina ist ein kleines Land mit 10.441 km2 – zwischen Orient und Okzident –, das 1775 von Österreich als neue Verwaltungseinheit geschaffen wurde und bis 1918 zu Cisleithanien gehörte. Danach war sie ein Teil Rumäniens, bis sie schließlich 1940 nach der Okkupation der Nordbukowina durch die Sowjetunion und der Umsiedlung aller Deutschen unterging; nicht einmal der Name blieb erhalten.

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Eckartschrift 208: Zum Mysterium und Martyrium Ostpreußens

Wolfgang Thüne und Norbert Körfer: Zum Mysterium und Martyrium Ostpreußens. Eckartschrift 208, 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. € 8,80

Der langjährige ZDF-Metereologe Wolfgang Thüne, der auch viele Jahre im Vorstand der Landsmannschaft Ostpreußen tätig war, und der Historiker mit schlesischen Wurzeln, Tobias Norbert Körfer, verfassten eine Schrift über Ostpreußen, die die Frühgeschichte, die dramatischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts und die Entwicklungen seit der großen Wende 1989 berücksichtigt. Das Werden und Wesen des alten Kulturlands im Osten Deutschlands wird dargestellt, denn ohne Wahrheit gibt es keine Gerechtigkeit, und ohne Gerechtigkeit keinen (dauerhaften) Frieden. Es wird auch die klägliche Rolle thematisiert, die die Politiker der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1990-1992 in Bezug auf die deutschen Ostgebiete im Allgemeinen und auf Ostpreußen im besonderen gespielt haben.

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Eckartschrift 207: Friedrich II. Der Große!

Menno Aden: Friedrich II. Der Große! Das Ende des alten Reiches der Deutschen und die Verwandlung Europas. Eckartschrift 207, 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. € 8,20

Schon zu Lebzeiten des Königs, sogar noch bevor sein im Siebenjährigen Krieg errungener Feldherrnruhm ihn zum Staunen der Welt werden ließ, wurde er so genannt. Am 28. Juli 1749 schreibt Voltaire an den König: „Auf mein Grab werde ich schreiben lassen: Hier ruht ein Bewunderer Friedrichs des Großen.“ Zwar müssen wir uns damit abfinden, dass er nicht in (deutsch)nationalen Bahnen dachte, sein Bemühen galt mehr dem Hause Brandenburg und seinen Untertanen als der gesamtdeutschen Sache; sein Wirken als Feldherr, als Gesetzgeber, als Künstler, als Politiker, als Menschenfreund und als Aufklärer ragt weit über sein Umfeld hinaus.

Der Verfasser arbeitet die vielfachen Verflechtungen der europäischen Herrscherdynastien aus Deutschland, Frankreich, Russland, England u. a. heraus und zeigt, dass sowohl Karl VI., der Vater Maria Theresias, mit der Pragmatischen Sanktion das althergebrachte an „Blut und Gott“ gebundene salische Erbrecht und Gottesgnadentum verlassen hat, wie es Friedrich II. („in Preußen“) mit seiner Weigerung tat, sich zum König krönen zu lassen, er wollte „nur“ Diener des Staates sein. Es geht auch weniger um die Person des Königs als um die von ihm bis heute geprägte deutsche Geschichte in Europa und auf der Erde.

Menno Aden bringt neue Gedanken ins Friedrich-Jahr und zeigt, dass der „Alte Fritz“ wirklich zu den Großen gehört: er ist die vorletzte von 13 bekannten weltlichen und geistlichen „großen“ Persönlichkeiten, von Ramses II., über Alexander, Karl, Leo, Peter bis zur bisher letzten, der Zarin Katharina II. von Russland.

Zahlreiche Landkarten, Bilder und vor allem Zeichnungen von Adolf Friedrich von Menzel geben dem Buch einen besonderen Wert.

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