Volksgruppenvertreter fordern „Sprachoffensive“

Die in der Heimat verbliebenen Altösterreicher Deutscher Muttersprache konnten sich trotz der Jahrzehnte andauernden unterdrückenden kommunistischen Herrschaft einen gewissen Teil ihrer kulturellen Wesensart bewahren. „Nun gilt es für die Republik Österreich, sich ihrer anzunehmen und für den Fortbestand der so wichtigen kulturellen Vielfalt in Europa Verantwortung zu übernehmen“, heißt es in der nachstehenden Entschließung der kürzlich am Schulvereinstag der Österreichischen Landsmannschaft in Wien teilnehmenden Volksgruppenvertreter aus Ungarn, Kroatien, Serbien, Polen, der Slowakei, der Ukraine und Südtirols. Das von ihnen unterzeichnete „Wiener Papier“ wurde allen Vertretern der Republik übermittelt und fordert vor allem eine zukunftsorientierte „Sprachoffensive“.

Gemeinsame Erklärung

Die deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie konnten auch nach den bis in die Gegenwart belastenden, unverzeihlichen und unmenschlichen Greueltaten im Zweiten Weltkrieg und den darauffolgenden Jahrzehnten der Kollektivschuldzuweisung, Vertreibung, Verfolgung und des Assimilationsdrucks bis heute großteils überleben. Die historischen Ereignisse der letzten zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der nach der Wende begonnene demokratische Entwicklungsprozeß in den ehemaligen kommunistischen Staaten, das zusammenwachsende Europa, die sich erweiternde Europäische Union mit ihren Institutionen lassen auf ein Umdenken in der Volksgruppenpolitik hoffen. Dieses Umdenken besteht darin, daß man sich seiner historischen Verantwortung sowohl gegenüber den Volksgruppen im eigenen Staat, wie auch gegenüber der eigenen Volksgruppe in anderen Staaten stellt.

Die deutschen Volksgruppen in der ehemaligen Donaumonarchie sehen das tragende Element für ihren weiteren Fortbestand in der Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache. Die deutsche Sprache verbindet alle Zugehörigen der deutschen Volksgruppe über die von der Politik künstlich gezogenen Grenzen hinweg. Sie bedeutet unsere eigene, aber auch gemeinsame Heimat, sie prägt unsere eigene, aber auch gemeinsame Identität; kurz: Mit der deutschen Sprache ist unsere Zukunft untrennbar verbunden.

Die Vertreter der deutschen Volksgruppen sind in ihren Ländern heute voll eingebunden und loyale Staatsbürger. Sie nutzen den vom jeweiligen Staat gegebenen, von Land zu Land unterschiedlichen gesetzlichen Rahmen vor allem dazu, den weiteren Fortbestand der Volksgruppe zu sichern: einen deutschsprachigen Bildungsweg vom Kindergarten an über die Schulausbildung hinaus bis hin zum Hochschulabschluß zu ermöglichen und auch die älteren Menschen sprachlich zu betreuen.

Will Österreich seiner diesbezüglichen Verantwortung nachkommen, wird es den deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie allem voran bei der Erhaltung der deutschen Sprache Hilfestellung leisten müssen. Welche Form diese Hilfestellung auch annehmen mag, sie muß immer die Sprachförderung zum Inhalt haben. Die deutsche Sprache ist für die Verbliebenen ein unverzichtbares Gut, sie ist wesentlich mehr als ein Kommunikationsmittel, sie ist Ausdruck des Selbstverständnisses und der Zusammengehörigkeit mit den Sprachverwandten in den Herkunftsländern.

Es müssen daher Maßnahmen ergriffen werden, die eine umfassende, zukunftsorientierte „Sprachoffensive“ garantieren. Mit Hilfe von „Bildungsbausteinen“ soll die deutsche Sprache vom Kindergartenalter bis zum alten Menschen nachhaltig gefördert werden.

Die Vertreter der deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie ersuchen daher die politischen Verantwortungsträger der Republik Österreich, diesen Zielsetzungen entsprechende Verwirklichungsschritte einzuleiten. ÖLM-PD, Juni 2010

Eckartschrift 199: Die Entwicklung der EU – vom Staatenbund zum Bundesstaat

Winfried Schuberth: Die Entwicklung der EU – vom Staatenbund zum Bundesstaat. Eckartschrift 199, 112 Seiten, mit vielen Bildern, Organigrammen und einer ganzseitigen Tabelle als Anhang. € 8,20

Die Eckartschrift besteht aus insgesamt vier Teilen:
– einem Bericht zur derzeitigen Situation der EU-Länder aus österreichischer Sicht, 15 Jahre nach Österreichs Beitritt;
– einer detaillierten Beschreibung der historischen Entwicklung der europäischen Einheitsbestrebungen von der Montanunion (EGKS) über die EWG und EG zur EU, wie sie sich heute darstellt;
– einer ebenso detaillierte Beschreibung der Beitrittsverhandlungen Österreichs sowie der Berichterstattung darüber an die österreichische Bevölkerung, der Volksabstimmung im Juni 1994 und der darauf folgenden, jedoch von allen drei staatstragenden Säulen der österreichischen Demokratie völlig mißachteten Widerstände eines Großteils der Österreicher gegen den Verbleib in der EU – und
– einem Ausblick in die Zukunft.

Dieses Buch soll in erster Linie dazu beitragen, die gefährlichen Wissenslücken über Wesen und Auswirkungen dieser so nicht gewollten „Völkervereinigung“, welche in einem Großteil der Bevölkerung vorhanden sind, zu füllen. Damit wird dem Staatsbürger die Möglichkeit geboten, der ihm aufgezwungenen veröffentlichten Meinung wirkungsvoller entgegenzutreten.

Bestellen: info@oelm.at

Österreichische Landsmannschaft verwehrt sich gegen Diffamierungen

Österreichische Landsmannschaft verwehrt sich gegen Diffamierungen

Die Österreichische Landsmannschaft (ÖLM,) Landesgruppe Burgenland, plante, am Freitag, den 16. April 2010, in Eisenstadt ein Symposium mit dem Titel: „Ungarländisches Deutschtum / Volkstums- und Minderheitensymposion“ zu veranstalten.

Ohne jedes Wissen und ohne jede Veranlassung durch die ÖLM hat eine extrem-nationalistische Gruppierung diese Veranstaltung im Internet beworben. Diesen Mißbrauch weisen wir aufs Schärfste zurück und distanzieren uns ausdrücklich von den ultranationalistischen und rassistischen Auslassungen dieser Internetseite.

Schon aus dem Inhalt der von uns geplanten Veranstaltung und der Auswahl der Vortragenden geht unsere verfassungstreue Haltung hervor. Tatsächlich treten wir für den Schutz von Minderheiten, vor allem der Altösterreicher deutscher Muttersprache ein. Wir erblicken darin einen im neuen Europa unentbehrlichen Beitrag für einen Brückenschlag zwischen Völkern und Kulturen. Selbstverständlich gilt dies auch für alle  Minderheiten in der Republik Österreich.

Folgende Vorträge waren geplant:

„Die Ungarndeutschen von den Anfängen unter Karl dem Großen bis heute“ von Univ. Prof. Dr. Nelu Ebinger , Universität Budapest,

„Die Vertreibung der Deutschen aus Ödenburg 1946“ von Univ. Prof. Koloman Brenner, Universität Budapest,

„Alt-Österreicher als neue Staatsbürger Österreichs“ von Dr. Peter Wassertheurer

Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Wir bitten diese Umstände freundlich zur Kenntnis nehmen zu wollen.

Dr. Karl Katary, 1. Obmann

Dr. Wolfgang Steffanides, 3. Obmann

Ing. Norbert Vogel, Vorsitzender der Landesgruppe Burgenland der Österreichischen Landsmannschaft

Rückfragehinweis:
Österreichische Landsmannschaft – Landesgruppe Burgenland
Tel.: 0650 620 47 21
lg-burgenland@oelm.at
https://oelm.at/?page_id=889
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Eckartschrift 198: Deutsche Volksgruppen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa

Peter Wassertheurer: Deutsche Volksgruppen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Ihre Lage im Spiegel der Geschichte des 20. Jahr­hunderts. Eckartschrift 198, 112 Seiten zahlreiche Landkarten und Bilder. € 8,20

Das Friedensdiktat von Saint-Germain hatte zur Abtrennung von sechs Millionen Deutschen aus dem österreichischen Staatsverband geführt, die unter Missachtung des Selbstbestimmungsrechts als nationale Minderheiten in den Grenzen der neuen nichtdeutschen Nationalstaaten leben mussten. Obwohl sich diese vertraglich zum Schutz ihrer Minderheiten verpflichtet hatten, wurden die Minderheiten nach dem Prinzip der Beherrschung behandelt, was eine radikale Assimilationspolitik in Gang setzte, die in einem ersten Schritt die fortschreitende Ausmerzung des deutschen Elements aus dem öffentlichen Raum beabsichtigte.

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Eckartschrift 197: Deutsche Erfindungen

Christa Lung: Deutsche Erfindungen. Eckartschrift 197, 112 Seiten, viele Abbildungen. € 8,20

Deutscher Erfindergeist hat weltweit einen guten Namen. Besonders im 19. Jahrhundert formte sich das Volk der Dichter und Denker zu einem der Tüftler und Bastler. In letzter Zeit freilich ist den Deutschen das Selbstbewusstsein abhanden gekom­men, lediglich in den Bereichen Umweltschutz und soziale Absicherung glauben sie an die eigene Inno­vationskraft (forsa-Umfrage). Zu Unrecht: Deutsche Erfinder stehen in Europa unverändert auf Platz eins, weltweit auf Platz zwei. Anders als frühere deutsche Erfindungen sind die der letzten hundert Jahre zwar eher „kleinteilig“ und ihre Erfinder oft unbekannt – doch wer möchte schon Air Bag, Plastikdübel oder Kaffeefilter geringschätzen?

So alt wie der Erfindergeist der Deutschen sind leider auch ihre Schwierigkeiten mit der Anerkennung: Philipp Reis stieß bei der Vorführung des ersten Telephonapparats – legendär durch den in die Muschel gesprochenen Satz „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ – auf so wenig Zustimmung, daß er diese Neuigkeit nicht vermarkten konnte und damit nicht als deren Erfinder gilt. Heinrich Göbel erfand die Glühbirne erst, als er als Henry Goebel in den USA wohnte; der geschäftstüchtigere Edison hatte 25 Jahre später mit einer verbesserten Version des Leuchtkolbens Erfolg und gilt daher heute als Erfinder der Glühbirne. In den letzten Jahren häufen sich die „Übernahmen“ von Erfindungen durch andere „Geschäftsleute“.

Die Eckartschrift „Deutsche Erfindungen“ gibt nun einen Überblick über einige technische Schöpfungen des Volkes der Dichter und Denker.

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