Eckartschrift 69: Die Bukowina und ihre Deutschen

Rudolf Wagner: Die Bukowina und ihre Deutschen. Eckartschrift 69, 80 Seiten, 1 Kartenskizze.

Das Österreichische Herzogtum Bukowina hat 1918 zu bestehen aufgehört. Nach 145 Jahren Zugehörigkeit zur Donaumonarchie kam das kleine Land in seinem Gesamtausmaß etwas größer als das Bundesland Kärnten zunächst an Rumänien. Im Jahr 1940 wurde es zwischen der Sowjetunion und Rumänien aufgeteilt. Nach diesem Jahr erfolgte im Rahmen einer umfassenden Aktion auch die Umsiedlung der Deutschstämmigen in das Reichsgebiet.

Die Eckartschrift stellt die Geschichte dieses österreichischen Kronlandes und die Leistungen seiner Bewohner dar, gleichgültig ob Deutsche, Ukrainer, Rumänen oder Angehörige anderer Völkerschaften alle gleichberechtigte Österreicher. Den Abschluss des Friedensvertrages von Kütschük-Kainardsche (1774) benützte Josef II., um sich 1775 der Bukowina zu bemächtigen, die bis dahin zu dem unter türkischer Herrschaft stehendenen Fürstentum der Moldau gehört hatte. Vom Jahre Null der Landnahme an bis zum des Ersten Weltkrieges zeichnet die Eckartschrift das Werden des Schulwesens, der Gerichtsbarkeit, der öffentlichen Verwaltung, des kulturellen Lebens – man denke nur an die Weitwirkung der Universität Czernowitz – und der Wirtschaft nach, bis letztlich, mit Namen, Zahlen und Daten belegt und bewiesen, die großartige deutsche Leistung Österreichs, die in diesem Gebiet erbracht wurde, offen zutage liegt. Eine Oase Mitteleuropas im Osten des Reiches wurde die Bukowina damals genannt und sie war es auch.

Eckartschrift 68: Das Deutschtum in Brasilien

Karl Ilg: Das Deutschtum in Brasilien. Eckartschrift 68, 104 Seiten.

Vielschichtig nach der Herkunft und nach den Motiven ist die Kolonisation Brasiliens aus deutschen Landen im besten Sinne des Wortes vor sich gegangen. Deutsche aus allen Stämmen waren an dieser Landnahme als Gerufene und Berufene beteiligt. Groß waren die Anfangsschwierigkeiten, doch weitgehend ist das Werk geglückt und bis auf den heutigen Tag erfolgreich geblieben.

Eckartschrift 67: Zwei Reden für Österreich

Heinrich Ritter von Srbik: Zwei Reden für Österreich. Eckartschrift 67, 64 Seiten.

Die Eckartschrift gilt dem Andenken eines großen Gelehrten, des Historikers Ritter von Srbik, der am 10. November 1878 in Wien geboren wurde. Srbik war ein ebenso fragloser Deutscher wie Österreicher; gerade darum haben seine Gedanken in einer Zeit Gewicht, die die Akzente versetzen möchte. Die beiden in Berlin und Wien in den Dreißigerjahren gehaltenen Reden beschäftigen sich mit dem alten Österreich und bestätigen dessen deutsche Funktion, ohne Mängel zu beschönigen. Man kann diese Zeit nur aus ihrem Geiste begreifen, nicht aber aus den späteren Abläufen der Geschichte.

Das biographische Vorwort hat Universitätsprofessor emerit. Taras Borodajkewycz geschrieben, der selbst Schüler Srbika gewesen ist.

Eckartschrift 66: Elsass-Lothringen

Paul Schall: Elsass-Lothringen. Eckartschrift 66, 88 Seiten, 1 Karte mit deutsch-französischen Wiedergabe der Hauptorte.

Die Eckartschrift befasst sich mit dem seit mehr als einem Jahrtausend mehrheitlich deutschen, oberrheinischen Raum Elsass-Lothringen, der seit dem Dreißigjährigen Krieg immer wieder zwischen Frankreich und Deutschland hin- und hergezogen und solcherart grausam verunsichert wurde. Die geschichtlich-kritische Darstellung gibt neben der historischen Darstellung ein Problembild der 1970er Jahre.

Eckartschrift 65: Janitscharen?

Karl Springenschmid: Janitscharen? Die Kindertragödie im Banat. Eckartschrift 65, 79 Seiten, brosch.

Der Schriftsteller Karl Springenschmid hatte im Jahre 1932 auf einer Erkundungs- und Betreuungsfahrt das Banat kennengelernt und als Puppenspieler begeisterte Aufnahme gefunden. Zwölf Jahre später wurde diese Landschaft vom zurückwogenden Krieg überrollt. Die Männer waren an der Front, die Frauen wurden zur Zwangsarbeit in östliche Bereiche verschleppt. Die Kinder blieben hilflos älteren Geschwistern oder den Großeltern überlassen. Ein großer Teil geriet in Hungerlager und von dort in staatliche Kinderheime der neuen Machthaber, aus deren Umerziehungsbestrebungen nur schwer ein Entrinnen und eine Zusammenführung mit der Familie in Deutschland möglich waren.

Karl Springenschmid verfolgt dieses grausame Geschehen und untersucht, ob es nicht schon einmal im Janitscharentum eine solche Erziehungsentfremdung gegeben habe. Es geht um das Schicksal von etwa zwanzigtausend aufgesammelten Kindern und um die dornenvolle Meisterung dieses Loses. Ein gar nicht geringer Teil der Umerzogenen war für die Familie aus untern schiedlichen Gründen verloren. Es bedeutet aber doch einen Lichtblick, dass in vielen Fällen über den Heimat- und Raumverlust hinweg eine menschliche Lösung möglich war.