Eckartschrift 172: Irrtümer in Rot-weiß-rot …. und wie es wirklich war!

Martin Hobek: Irrtümer in Rot-weiß-rot …. und wie es wirklich war! Eckartschrift 172, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,40

Rechtzeitig zum 200. Jahrestag der Gründung des österreichischen Kaisertums beschäftigt sich die Eckartschrift mit weitverbreiteten geschichtlichen Fehlmeinungen (nicht nur) in der Alpenrepublik:

An der Rettung Wiens vor den Osmanen 1683 hatte Herzog Karl V. von Lothringen einen mindestens ebenso bedeutenden Anteil wie der noch heute groß im Vordergrund stehende und gefeierte polnische König Jan Sobieski. Die Schlacht von Königgrätz 1866 ging nicht wegen des von hinten schneller zu ladenden preußischen Zündnadelgewehrs verloren; sie wäre ja fast gewonnen worden, was sich auf die weitere Geschichte des Habsburgerreiches erheblich ausgewirkt hätte. Hobek beschäftigt sich in einem der Kapitel mit Mozart-Mythen im Hinblick auf das Mozartjahr 2006 und den Streitgesprächen im Sommer 2003 zwischen den Boulevardblättern „Krone“ und „Bild“, ob Mozart jetzt „Österreicher oder Deutscher“ sei. Im Falle von „Kornblume und Fraktur“ wird klargestellt, dass es sich dabei um keine „NS-Symbole“ handle; ein Faksimile des Rundschreibens von Bormann (1941) beweist dies.

Auch Anekdotisches kommt nicht zu kurz: Zur Erhellung, wie aufgeklärt und selbstkritisch der Absolutismus Maria Theresias war – die anders als in der landläufigen Meinung niemals zur Kaiserin gekrönt worden war –, ist ein Kaffeefleck auf einem Dokument des Hofkriegsrates zu sehen, auf dem sie handschriftlich hinterlassen hat, dass sie sich wegen dessen Verursachung schäme. Weitere Themen: das wirkliche Weltausstellungssymbol 1873, die Wiener Rotunde (nicht das Riesenrad), sowie die Ehrenrettung des verleumdeten Volksstammes der Vandalen.

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Eckartschrift 171: Die Deutschen Rumäniens im 20. Jahrhundert

Michael Kroner: Die Deutschen Rumäniens im 20. Jahrhundert Siebenbürgen – Banat – Sathmar – Bukowina – Bess­arabien – Dobrudscha – Altrumänien. Eckartschrift 171, 112 Seiten, zahlreiche Bilder und Karten. € 7,40

Eine als nationale Minderheit auftretende und organisierte deutsche Volksgruppe gibt es in Rumänien erst seit Ende des Ersten Weltkrieges. Die Sachsen, Banater Deutschen und Sathmar­schwaben gehörten vor 1918 innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie der transleithani­schen, unga­rischen Reichshälfte an, während die Bukowina ein Herzogtum des österreichischen Cisleithaniens war. Bessarabien hingegen bildete eine Provinz des zaristischen Russlands. In Altrumänien selbst gab es deutsche Kolonien und deutsche Siedlungen in der Dobrudscha.

In dieser Darstellung werden nun die Eingliederung und Entwicklung dieser Volksgruppen im 20. Jahrhundert in Rumänien verfolgt, wobei das Hauptaugenmerk auf den Kampf um die Erhaltung ihrer nationalen Eigenart gerichtet ist, ferner wird aufgezeigt, wie sich zwischen den Volksgruppen ein Zusammengehörigkeitsbewusstsein bildete. Das Buch schließt mit einem Ausblick auf die heutige Lage.

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Eckartschrift 170: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute

Götz Eberbach: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute. Eckartschrift 170, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen, zwei Farblandkarten, Dokumente. € 7,40

Das hier vorliegende Buch ist die zweite Auflage einer gut verständlichen Arbeit über Geschichte und Gegenwart dieser deutschen Volksgruppe, die wie wohl keine andere noch bis heute unter den Folgen des Weltkrieges zu leiden hat. Entrechtet und deportiert suchen die Russlanddeutschen in der alten Heimat eine neue Heimat und stoßen dabei oft auf Ablehnung – seltsamerweise oft gerade bei denjenigen Kreisen, die eine „multikulturelle Gesellschaft“ für erstrebenswert halten. In Russland als die „Deutschen“, die „Fritzen“ und oft auch die „Faschisten“, die „Verräter“ (die sie nie waren) beschimpft, gelten sie in Deutschland als die „Russen“.

Der Verfasser, der seit zehn Jahren mit Russlanddeutschen arbeitet, erzählt dem Leser die Geschichte dieser Volksgruppe und weckt Verständnis dafür, dass Menschen, die oft kein oder nur wenig Deutsch sprechen, trotzdem als Deutsche gelten wollen und auch als Deutsche anerkannt werden sollten. Er zeigt und erklärt, warum diese Menschen – gerade um ihr Deutschtum zu erhalten – nach Deutschland zurückkehren wollen. Er möchte aber auch den Russlanddeutschen helfen, die neue (alte) Heimat zu verstehen, damit sie in ihr bestehen können.

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Eckartschrift 169: Zerbrechliche Kostbarkeiten. Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien

Anneliese Olbrich: Zerbrechliche Kostbarkeiten. Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien. Eckartschrift 169, 32 Seiten mit zahlreichen Farb- und SW-Abbildungen, eine Karte. € 4,–

Diesem Band liegt zu Grunde der hervorragende Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kloster­neuburger Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum; die sachkundige Autorin, seit Jahrzehnten „Seele“ des Heimatmuseums, berichtet über den Werkstoff Glas im Spiegel der Zeit, über seine Entwicklung und den Handel in ihrer sudetendeutschen Heimat sowie von der dortigen, fast ebenso berühmten Porzellankunst.

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Eckartschrift 168: Österreichische Agrarpolitik im Wandel

Gerhard Poschacher: Österreichische Agrarpolitik im Wandel. Eckartschrift 168, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,40

Es mutet wie ein Widerspruch in sich an, dass dieser wohl wichtigste Bereich für das Leben bei uns in den vergangenen Jahrzehnten in seinem wirtschaftlichen Anteil am meisten zurückgegangen ist. Tag für Tag brauchen wir Erzeugnisse der Landwirtschaft; auf vieles kann der Mensch verzichten – auf Lebensmittel jedoch nicht! Es sind aber nicht nur Nahrungsmittel, die uns der Bauer gibt, auch die Pflege unserer Landschaft und der Umwelt ist zu wesentlichen Teilen in seinen Händen. Damit trägt der Landwirt auch zum Bild der Natur unserer Heimat und zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt bei.

Es ist ein weitgespannter Bogen, von der Nachkriegszeit mit dem Wiederaufbau einer tragfähigen Landwirtschaft bis zur „Gemeinsamen Agrarpolitik“ der EU, den Poschacher beschreibt. Politisch dominierend war stets der ÖVP-Bauernbund – bis auf die Jahre 1970 bis 1986 unter Landwirtschaftsministern der SPÖ. Die Aufgaben des Landwirtes werden vielfältig sein. Er wird als Land- bzw. Energie-, Lebens-, Schöpfungs- und Umwelt- bzw. Wertewirt für unsere Gesellschaft weiterhin unersetzbar sein.

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