Eckartschrift 115: Walther von der Vogelweide. Seine sozialen, kulturellen und politischen Bestrebungen, sein Schicksal und seine Bedeutung

Friedl Haas: Walther von der Vogelweide. Seine sozialen, kulturellen und politischen Bestrebungen, sein Schicksal und seine Bedeutung. Eckartschrift 115, 116 Seiten, 8 Bildseiten. € 5,65

Der hochmittelalterliche Minnesang zählt zu den eigenartigsten und eindrucksvollsten Erscheinungen in der deutschen Dichtkunst und Geistesgeschichte. Die hervorragendste Persönlichkeit dieser Epoche war unzweifelhaft Walther von der Vogelweide, der den höfischen Minnesang zu höchsten Blüte führte. Die vorliegende Arbeit, das Ergebnis langjähriger, ja jahrzehntelanger Studien und Untersuchungen des Autors, will auf den älteren Forschungsarbeiten aufbauend, die Erkenntnisse jüngerer Arbeiten weiterführen und damit ein richtiges Waltherbild schaffen; außerdem werden auch Aussagen der zeitgenössischen Dichtung, insbesondere der Epik und der Sprachdichtung herangezogen, die von der Forschung bislang vernachlässigt wurden. F. Haas will mit dieser Schrift einem möglichst breiten Leserkreis die Überzeugung vermitteln, dass Walther von der Vogelweide kein kümmerlicher Bettelsänger war, als den man ihn heute gerne hinstellt, aber auch kein heroischer Barde, der hoch zu Ross von Burg zu Burg ritt, um von deutscher Reichsherrlichkeit zu künden. Hier wird ohne jede Übertreibung das Leben und Wirken des großen deutschen Dichters dargestellt, was er damals bewirken wollte und welche Rolle er tatsächlich im kulturellen, politischen und geistigen Leben seiner Zeit gespielt hat.

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Eckartschrift 114: Kärnten – Tausend Jahre und siebzig

Otto Scrinzi: Kärnten – Tausend Jahre und siebzig. Eckartschrift 114, 127 Seiten, Bildteil, Karten, zeitgenössische Dokumente. € 5,50

Durch den Freiheitskampf beherzter nationaler Aktivisten und das Bekenntnis bei einer international kontrollierten Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 konnte Kärnten dem Schicksal einer jugoslawischen Fremdherrschaft entgehen. Die 70. Wiederkehr dieses Tages, an dem die Bevölkerung Kärntens sich für einen geschlossenen Verbleib des Landes bei der 1918 ausgerufenen Republik Deutsch – Österreich entschied, hat die Österreichische Landsmannschaft zum Anlass genommen, die vorliegende Gedenkschrift herauszubringen. Der Bogen spannt sich, vom Jahre 976 ausgehend, als Kärnten mit der Erhebung zum Herzogtum dem deutschen Königreich eingegliedert wurde, über das Schicksalsjahr 1920, in dem es seine Zugehörigkeit zum deutsch-österreichischen Staat bestätigte, bis in unsere Tage. Das Thema, das seit rund 70 Jahren die Bevölkerung des Landes nicht zur Ruhe kommen lässt, nämlich die Auseinandersetzung mit der slowenischen Minderheit, nimmt in dieser Schrift einen breiten Raum ein. Viele Darstellungen der in- und ausländischen Medien werden als unrichtig oder stark verfälscht entlarvt und anhand zahlreicher Dokumente, Statistiken, von Bildmaterial und nicht zuletzt von Aussagen prominenter Politiker und Wissenschaft­ler ins rechte Licht gerückt, so dass dem Leser die seltene Gelegenheit geboten wird, sich ein unverfälschtes Bild von der vergangenen und derzeitigen Lage in Kärnten zu machen.

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Eckartschrift 113: Hermann Claudius, Matthias Claudius

Hermann Claudius: Herrmann Claudius, Matthias Claudius. Eckartschrift 113, 88 Seiten.
Am 15. August 1740 wurde Matthias Claudius im Holsteinischen geboren. Claudius der als „Wandsbecker Bote“ nicht nur regen Anteil am kulturellen Geschehen seiner Zeit nahm, sondern vor allem als Volksschriftsteller bis heute bekannt und beliebt geblieben ist; man denke nur an sein schönes Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“. Am 8. September 1980 ist sein Urenkel Hermann Claudius, ebenfalls ein bedeutender Dichter, im 102.Lebensjahr gestorben. Auch seine Erzählungen, vor allem aber seine Lyrik sind inzwischen wertvolles Volksgut geworden.
Aus Anlaß dieser beiden Gedenktage hat die Eckartschriftenreihe den vorliegenden Band herausgebracht. Den Hauptteil der Schrift nimmt wohl die Erzählung „Matthias Claudius“ ein, mit der Hermann Claudius seinem Urgroßvater ein schriftliches Denkmal setzte. Das 1937 im Cotta-Verlag erschienene Büchlein, das längst vergriffen ist, wurde damit wieder der Vergessenheit entrissen. In dieser Erzählung erfahren wir, in liebenswerter Form dargestellt, alles Wissenswerte über den „Wandsbecker Boten“, sein Leben, sein Schaffen, seine Erfolge, aber auch viel Ober bedeutende Zeitgenossen, mit denen er ein Leben lang in Verbindung stand, wie Klopstock, Bürger, Hölty, Johann Heinrich Voß und die Brüder Stoliberg. In der Erzählung „Das Ahnenbild“ schildert Hermann Claudius, wie er über ein Bild seines Urgroßvaters, das in der „Guten Stube“ seiner Eltern hing, diesen langsam zu verstehen begann. Hermann Claudius selbst wird uns von seiner Frau Gisela, mit der er 36 Jahre verheiratet war, vorgestellt. Es sind stimmungsvolle Erinnerungsbilder aus dem Leben des Dichters. Mit behutsamer Hand hat sie auch die Auswahl der Gedichte zusammengestellt, denn schließlich ist uns Hermann Claudius vor allem als begnadeter Lyriker in Erinnerung. Wie liedhaft seine Gedichte sind beweisen die über 1.800 Vertonungen. Am bekanntesten ist wohl das bereits zum Volkslied gewordene „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ und die alte Lieder singen“.

Eckartschrift 112: Die deutsche Revolution 1848/49

Götz Eberbach: Die deutsche Revolution 1848/49. Eckartschrift 112, 68 Seiten. € 3,05

Vor rund 140 Jahren scheiterte ein Versuch, die deutsche Einheit und Freiheit zu verwirklichen: die deutsche Revolution von 1848/49. Der friedlich—ordentliche, typisch deutsche Aufstand der Mitteldeutschen gegen das bankrotte SED-Regime 1989 erinnert sehr an den bürgerlich ordentlichen Verlauf der 48er Revolution in den meisten deutschen Staaten. Und auch der Gegensatz zwischen den intellektuellen Zirkeln und der Masse der Demonstranten erinnert an den Gegensatz des „Professorenparlaments“ in Frankfurt und den Barrikadenkämpfern. Ebenso scheint die Rolle des Auslands 1989 der Rolle der auswärtigen Mächte von 1848 nur zu ähnlich: schöne Reden von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht einerseits, Misstrauen gegen ein freies und einiges Deutschland andererseits.
Die Schrift stellt den Ablauf der Ereignisse von 1848/49 dar und stellt Parallelen zur Revolution von 1989 her.
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Eckartschrift 111: Siebenbürgen

Hans Bergel: Siebenbürgen. Eckartschriften 111, 92 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Seit 850 Jahren siedeln Deutsche im Hochland vor den Ost- und Südkarpaten: die Siebenbürger Sachsen. Von 1945 bis 1988 sank ihre Zahl von 250.000 auf 100.000. Einst für ihre Heimattreue bekannt, drängen sie heute verzweifelt aus Siebenbürgen heraus, weil sie keine Aussicht mehr sehen, ihre deutsche Eigenart und ihre historisch gewachsene Kultur zu bewahren, sie fürchten überdies zunehmend den Niedergang ihrer Muttersprache. Mit der Zerstörung ihrer Ortschaften, sagen sie, werden nun auch die letzten sichtbaren ihres bedeutenden Beitrages zur Kultivierung des Karpatenhochlandes, ja, sogar die ihrer gesamten geschichtlichen Existenz systematisch ausgelöscht.

All diese Umstände legten es nahe, auf die Vorgänge in Siebenbürgen und auf den Exodus der Siebenbürger Sachsen hinzuweisen. Vor dem geschichtlichen Hintergrund, der die Tragödie der Ereignisse erst im ganzen Ausmaß deutlich macht, wird in der vorliegenden Eckartschrift mit literarischen und künstlerischen Beiträgen das Gestern und Heute dieser ältesten auslanddeutschen Sprachinsel aufgezeigt.