Eckartschrift 126: Aus Deutschen werden Amerikaner. Die Geschichte der deutschen Einwanderung in die Neue Welt

Bernd G. Längin: Aus Deutschen werden Amerikaner. Die Geschichte der deutschen Einwanderung in die Neue Welt. Eckartschrift 126, 120 Seiten, Bildtafel. € 5,80

Beginnend mit der Geschichte der deutschen Einwanderung werden vor allem die Ursachen aufgezeigt, warum Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr angestammtes Heimatland verließen, um jenseits des Ozeans ein neues Leben zu beginnen. Nicht immer war es die Armut, bedingt durch Überbevölkerung, die sie zwang, den Schritt in eine ungewisse Zukunft zu wagen; bis in die jüngste Vergangenheit suchten auch politische Flüchtlinge, verfolgte religiöse Gruppen und Abenteurer aus idealistischen Gründen oder um rasch zu Reichtum und Macht zu gelangen im Land der verheißungsvollen Freiheit ihr Glück.

Der zweite große Gesichtspunkt gilt den hervorragenden Leistungen, welche die deutschen Einwanderer – 1990 bekannten sich 57,9% der 240 Millionen Amerikaner zu deutschen Vorfahren – im Laufe ihrer Geschichte erbracht haben und noch erbringen. Die Liste der bedeutenden und zum Teil weltbekannten Persönlichkeiten, die in den Gebieten Wirtschaft, Kultur oder Politik die Geschicke ihrer neuen Heimat mitgeprägt haben, ist schier endlos.

Den gegenwärtigen Stand der Deutschstämmigen in den USA schildert Längin, fast könnte man sagen, schmerzlich nüchtern. Diese im Laufe von Jahrhunderten eingewanderten Kolonisten und Pioniere, die große Teile des Landes kultiviert, Städte gegründet haben und die Politik der Ver­einigten Staaten oft mitbestimmten – über 700 Orte haben heute noch deutsche Namen -‚ haben es versäumt, abgesehen von kleineren asketisch­religiös geführten Siedlungen, als geschlossene deutsche Volksgruppe aufzutreten. Von ihren Heimatländern kaum unterstützt, ja geradezu im Stich gelassen, bekennen sie sich in erster Linie als Amerikaner, und nur in Vereinen wird das alte Volksgut noch gelebt.

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Eckartschrift 125: Die Hölle von Stalingrad

Fritz Gerald: Die Hölle von Stalingrad. Eckartschrift 125, 128 Seiten, Karten.

Ende Jänner 1943 kapitulierte nach monatelangen, schwersten Kämpfen die unter härtesten Bedingungen geführt wurden, die VI. deutsche Armee, die seit November 1942 mit 340.000 Mann im Kessel von Stalingrad eingeschlossen war.

Die vorliegende Erinnerungsschrift empfand der Autor als Verpflichtung gegenüber denjenigen, die mit ihm zu Hundertausenden die furchtbaren Erlebnisse teilten. In seinem Vorwort schreibt er: „Es ist mir nicht möglich, die Unzahl jener meiner Träume zu nennen, in denen mich die Erinnerung an die unsäglich traurigen Augen und das Todesröcheln jener Menschen in Schweiß geraten lässt, oder die Augenblicke, in denen ich jener Ärmsten, welche die Verzweiflung aus dem Leben scheiden ließ, ansichtig wurde.“ Sie alle waren unschuldige Opfer eines unentrinnbaren Schicksals, hineingerissen in den Strudel einer wahnwitzigen Katastrophe.

50 Jahre später haben die Überlebenden dieses Infernos genügend Abstand gewonnen, um eine leidenschaftslose Beurteilung der Ereignisse geben zu können. Die Schrift berichtet über die letzten Wochen an der Stalingrader Front, über die Einkesselung der VI. Armee, ihr Ende, über die Todesmärsche in die Gefangenenlager von Krassno Armeist und über den Kampf ums Überleben in den Gefangenenlager Beketovka und Jelabuga. Von den 340.000 Mann in Stalingrad gerieten 91.000 in Gefangenschaft, nur 6000 erlebten die Heimkehr, darunter 1200 Soldaten aus Österreich, die etappenweise 1947, 1949 und 1953 in die Heimat zurückkehren konnten.

Eckartschrift 124: Russland, was nun?

Wolfgang Strauss: Russland, was nun? Eckartschrift 124, 128 Seiten. € 6,50

August 1991 – eine weithistorische Entscheidung. Nachdem die kommunistischen Ketten gebrochen waren, verwandelte sich der Freitheitsmarsch der Russen zu einem Marsch durch die soziale Hölle: Verarmung und Verelendung der Massen, Landflucht und Produktionsrückgang, eine Hyperinflation, Betriebsstillegungen und Arbeitslosigkeit im Zuge der Privatisierungen bilden die Stationen des Niedergangs. Mit Schocktherapien eines wilden Kapitalismus erhoffte sich der völlig unerfahrene, von amerikanischen Ökonomen beratene Reformminister Gaidar schnelle Siege beim Übergang von der sowjetischen Zentralverwaltungswirtschaft in eine Marktwirtschaft á la USA. Im Dezember 1992 gestürzt, hinterließ der Unglücksreformer jedoch ein Trümmerfeld der Experimente, Hoffnungen und Illusionen. Über das volkreichste Land Europas ist ein apokalyptisches Chaos in Form einer wachsende; bedrohlichen Überfremdung durch das westliche Ausland hereingebrochen. „Westlich“ bedeutet jedoch für einen großen Teil des russischen Volkes Kapitalismus, Liberalismus, Fremdbestimmung sowie geistige und ökonomische Verkolonialisierung, vor der Alexander Solschenizyn noch vor dem Untergang des Sowjetkommunismus gewarnt hat.

Die Eckartschrift analysiert die Standpunkte der einzelnen Gruppierungen, Presseorgane und Parteien sowie des patriotischen Lagers, das in Opposition zu Jelzin und den pro-amerikanischen Reformisten steht. Widersprüche und Gegensätze dominieren.

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Eckartschrift 123: Peter Rosegger. Der Dichter, der aus dem Walde kam

Charlotte Anderle: Peter Rosegger. Der Dichter, der aus dem Walde kam. Eckartschrift 123, 96 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Neben der ausgiebigen Würdigung des literarischen Schaffens und der Schilderung des fast märchenhaften Aufstieges des Dichters vom „Waldbauernbuben“ zum gefeierten Volksschriftsteller zeigt die Eckartschrift die drei wesentlichsten Lebens- und Geistesmerkmale Roseggers auf, die er in Schriften und Taten stets mutig zu vertreten trachtete: Sein Toleranz- und Gerechtigkeitsgefühl gegen Andersgläubige, seine frühe Erkenntnis vom drohenden Untergang des Bauernstandes durch Landflucht und Höfesterben, vor deren Folgen er vorausschauend warnte und schließlich auf die Wichtigkeit von Schule und Bildung für die Jugend und in diesem Sinne auch auf die gefährlichen Folgen des Nationalitätenproblems. Das geschah durch den einzigartigen Aufruf zur „Zwei-Millionen-Kronen-Stiftung“ für die Errichtung von Schulen an den bedrohten deutschen Volksgrenzen, die dann vom Deutschen Schulverein durchgeführt wurde. Alle drei Themenkreise bewegen so wie damals auch unsere Generation, und das ist es, was Rosegger auch heute noch so lebensnah erscheinen lässt.

Eckartschrift 122: Schwert und Pflugschar. Deutsche Kolonisatoren in Venezuela

Wolfgang Gleich: Schwert und Pflugschar. Deutsche Kolonisatoren in Venezuela. Eckartschrift 122, 67 Seiten, Bildtafeln, Karten. € 4,90

Weltweit feierte 1992 die Gemeinschaft der Hispanität die 500. Wiederkehr jenes 12. Oktobers, an welchem Cristöbal Colön, genannt Kolumbus, mit seinen drei Schiffen die Insel Guanahani anlief. Bis heute hat sich die falsche Meinung erhalten, Colön habe auf dieser Reise Amerika entdeckt. Zu diesem „Gedenktag“ sind in den Medien bereits zahlreiche unterschiedliche und kritische Stellungnahmen erschienen. Auch in der vorliegenden Eckartschrift berichtet der Autor, dass bereits lange vor Kolumbus Phönizier, Römer, Westgoten, Iren und Wikinger sowie Araber, Chinesen und Japaner den Weg zum amerikanischen Kontinent gefunden hatten, dass die nordamerikanische Küste bereits im Mittelalter dänischen, portugiesischen, baskischen und bretonischen Fischern bekannt war und dass schon 1457, 1462, 1484 und 1486 geheime spanische Forschungsexpeditionen die Inselwelt der Karibik besuchten.

Die Eckartschrift ist in zwei Teile gegliedert, der erste, „Feuer und Schwert“, schildert die vom Augsburger Bank- und Handelsimperium der Familie Weiser finanzierten Expeditionen in das Landesinnere des heutigen Venezuela auf der Suche nach dem sagenhaften El Dorado. In jah­relangen, mit unvorstellbarem Einsatz geleisteten Märschen und Kämpfen mit den Einwohnern haben sie unter der Führung deutscher „Konquistadoren“ vom Maracaibosee aus das Gebiet erforscht. Die authentischen Schilderungen der Historiographen, die an diesen Expeditionen teilnah­men, geben in erschütternder Weise die Opfer und Mühsale wieder, die deutsche Landsknechte auf sich nahmen, um Gold und Reichtümer, vor allem aber auch das Land für ihre Auftraggeber zu erwerben. Der zweite Teil „Pflugschar und Egge“ handelt 350 Jahre später. Wieder kamen, diesmal auf Einladung der venezulanischen Regierung, deutsche Kolonistengruppen in dieses Gebiet. Wieder entstand am Maracalbosec eine deutsche Siedlung. In der Hauptsache waren es aus den Ostgebieten Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Mehrzahl Donauschwaben und Bukowinaer, die sich hier eine neue Heimat schufen und Brachland zu einer hochentwickelten Kulturlandschaft umformten. Nach jahrelanger, schwerer Arbeit entstanden gutbebaute Plantagen, der mühsam erworbene Wohlstand ist deutlich sichtbar.

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